
Perspektiven
Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und sinnieren. Immer nah am Menschen und den grossen Fragen auf der Spur.
Episodes
Warum «christlicher Nationalismus» ein Widerspruch in sich ist
Die meisten Kirchen halten «christlichen Nationalismus» für paradox. Er entstelle und gefährde das Christentum, warnt etwa Washingtons Bischöfin Mariann Budde. Anti-demokratische Bewegungen geben vor, «christliche Werte» zu schützen, auch in Europa. - EVP-Nationalrat Marc Jost ist alarmiert.
Die USA feiern gerade ihr 250-jähriges Bestehen. Vielen dort gilt ihr Land als «God’s own country». Das wa
Nur Glück und Gelassenheit? Buddhismus in der westlichen Kultur
Buddhistische Konzepte und Meditation sind längst in die westliche Alltagskultur eingeflossen. Wie werden sie interpretiert und praktiziert? Was hat Achtsamkeitsmeditation mit Buddha und dem vermeintlich ursprünglichen Buddhismus zu tun? Wie kam er überhaupt in den Westen?
Buddhafiguren sind hierzulande das Symbol schlechthin für Buddhismus: Ob im Garten unter einem Busch sitzend und sanft lächel
Frauenpower im Kloster – das leise Ende einer Ära
Religiöse Frauengemeinschaften haben sich seit dem 19. Jahrhundert für die Bildung insbesondere von Frauen eingesetzt. Frauen haben im Kloster eine berufliche Perspektive und eine sinnstiftende Tätigkeit gefunden. Eine Ära geht zu Ende.
Sieben leibliche Schwestern haben das Kloster Baldegg im Kanton Luzern 1830 gegründet. Entstanden sind Bildungseinrichtungen, darunter fünf Schulen in Baldegg, He
Simone Weil – eine radikale Denkerin der Nächstenliebe
Sie gehört zu den grossen Vergessenen des 20. Jahrhunderts: die französische Philosophin, Sozialaktivistin und Mystikerin Simone Weil. Eine einzigartige Denkerin, die im Sinne einer bedingungslosen Menschlichkeit mit ihrer Kritik auch vor eigenen Reihen nicht Halt machte.
Der französische Philosoph Albert Camus nannte sie den einzigen grossen Geist unserer Zeit – trotzdem blieb Simone Weil vom Ph
Grönlands Kirche trotzt dem Eis und den Übernahmegelüsten der USA
Ihr Land sei nicht zu verkaufen, sagt Grönlands Bischöfin Paneeraq. Die lutherische Bischöfin ist selbst Inuit. SRF-Korrespondent Bruno Kaufmann erzählt von der Begegnung mit ihr und der grönländischen Kirche. Diese sei im noch so kleinsten Ort auf Grönland präsent und schaffe Zusammenhalt.
Bischöfin Paneeraq Siegstad Munk verkörpert die Verbindung von indigener mit christlich-lutherischer Tradit
YouNews 2026: Im Zweifel für den Zweifel
Ob Social Media, Radio oder Fernsehen:
Vom 4. bis 10. Mai 2026 arbeiten und gestalten Jugendliche bei
SRF mit.
Unser Gast Micha Brandstetter gestaltet eine «Perspektiven»-Sendung zum Thema «Dem Zweifel auf der Spur». Wie geht Glauben? Wie geht Zweifeln? Wo zweifelt die Gläubige und wo glaubt die Atheistin? Eine Sendung mit der Theologin Christina Aus der Au und Freidenkerin Sonja Stocker.
Gast
Ein Jahr Papst Leo XIV. – kommt da noch was?
«Frieden» war sein erstes Wort, zuerst kaum beachtet. Seit der harschen Reaktion von US-Präsident Trump wird die Kriegskritik von Papst Leo XIV. nun weltweit gehört. Helena Jeppesen-Spuhler lobt ihn als «Friedenspapst», fordert aber mehr Tempo bei Frauen und Laien in der Kirchenleitung.
In seinem Einstehen für Frieden, gegen Gewalt und Ausbeutung bleibt der erste panamerikanische Papst Leo XIV. b
Seelsorge im Gesundheitswesen: Wie sieht die Zukunft aus?
Eine Studie der Universität Zürich zeigt, dass es ein starkes Bedürfnis gibt nach seelischer Unterstützung im Spital oder der Klinik – auch bei Menschen, die mit Kirche nichts am Hut haben. Was braucht es also in Zukunft, um den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten gerecht zu werden?
Rund die Hälfte der Zürcher Bevölkerung wünscht sich eine spirituelle Unterstützung bei schwerer Erkrankung
Schürt KI religiösen Fundamentalismus?
Ein herziges Lämmchen in der Bibel-App, das Ratschläge gibt. KI gesteuert. Der spirituelle KI-Chatbot. Oder KI-Agenten, die gar eine eigene Religion gründen. Die KI geht auch an der Religion nicht vorbei. Wo lauern Gefahren, etwa der Radikalisierung? Und wo kann KI nützlich sein?
Je extremer, desto besser. Nach diesem Prinzip funktionieren die Algorithmen von Instagram, Youtube, Tiktok und Co. Re
Heilige Wiborada: eingesperrt und gleichzeitig frei? (W)
Die heilige Wiborada liess sich im 10. Jh. in eine Klause einsperren. Sie wollte sich ganz Gott widmen. Gleichzeitig blieb sie mit der Welt verbunden. Bis heute inspiriert das: Menschen lassen sich für eine Woche einsperren und eine neue Erzählung spürt dem mittelalterlichen Frauenleben nach.
Die heilige Wiborada verbrachte ihre letzten zehn Lebensjahre bei St. Gallen, auf eigenen Wunsch eingespe
Ostern feiern: Gespräch zum Sinn des Osterfests heute
Heute bedeutet Ostern für viele: ein verlängertes Wochenende mit Familie oder Freundinnen, im Stau stehen Richtung Süden. Doch Ostern hat mehr zu bieten: Das christliche Fest feiert, dass Jesus vom Tod auferstanden ist. «Perspektiven» erkundet diesen Sinn für Menschen von heute.
Die römisch-katholische Theologin Sandra Schmid Fries lebt auf dem «Sonnenhügel» im Entlebuch. Hier war bis vor wenigen
Kann «Verzeihen» heilen? - Joachim Küchenhoff erklärt, wie.
Verzeihen sei eine «unverzichtbare psychosoziale Fähigkeit», sagt der Facharzt für Psychiatrie Joachim Küchenhoff. In seinen Büchern zeigt der führende Psychiater und Psychoanalytiker Küchenhoff, was Menschen stärkt und die Gesellschaft weiterbringt. Zum Beispiel: das Verzeihen.
Verzeihen ist Arbeit, «Verzeihensarbeit», schreibt Joachim Küchenhoff in seinem neuen Buch.
Denn Verzeihen ist nicht l
Und jeder Begegnung wohnt ein Zauber inne
Wie treten wir in echte Beziehung zueinander? Was bedeutet es, einem Menschen wahrhaftig zu begegnen? Und was hat eine solche Begegnung mit dem Zugang zum Göttlichen zu tun?
Mit solchen Fragen setzte sich der österreichisch-jüdische Religionsphilosoph Martin Buber vor über 100 Jahren in seiner berühmten Schrift «Ich und Du» auseinander. Darin geht es um die Grundthese, dass der Mensch nur durch d
Sanctuary-Bewegung: Ziviler Ungehorsam und Glaube
Das brutale Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE hat weltweit Schlagzeilen gemacht. Der zivile Widerstand dagegen hat Tradition - im «Sanctuary Movement».
1979 begann der Bürgerkrieg in El Salvador. Gewalt und Bedrohung wurden mit der Zeit zum Alltag für Jose Artiga. Um den Todesschwadronen in seiner Heimat zu entkommen, floh er in die USA. Da war Artiga 23 Jahre alt. In San Francisco fand er
Umgang mit Traumatisierten: Sensibel sein für Trauma
70% aller Menschen erleiden im Leben ein Trauma. Heilt das Trauma nicht, quält es weiter. Das stresst die Traumatisierten selbst am meisten, aber auch ihre Mitmenschen. Angehörige und Laien wollen Traumatisierten helfen. Wie geht das? Wie überfordern sie sich nicht? Zwei Fachfrauen geben Tipps.
Traumatisierte reagieren für ihre Mitwelt oft seltsam bis unverständlich: Wie aus dem Nichts reagieren
Doula: Geburtsbegleiterin, Unternehmerin, kulturelle Vermittlerin
Die Geburt ist ein gewaltiges Erlebnis – bei dem sich Frauen immer öfter nicht nur medizinische Betreuung, sondern auch emotionale Begleitung wünschen. Doulas bieten genau dies an. Sie wollen einen sicheren Raum schaffen, manche gar einen «heiligen Raum» - und so auch Geburtstraumata verhindern.
Doulas gibt es wohl, seit Frauen gebären. Früher waren es die Frauen aus der Grossfamilie, die den Geb
Eine Mutter, eine Tochter, eine Diagnose: Brustkrebs
«Wenn mich früher jemand nach meiner grössten Angst gefragt hat, habe ich immer gesagt: Dass ich oder jemand, den ich liebe, Krebs bekommt», erzählt Laura. Dann ist innerhalb von vier Monaten genau das passiert.
Was geschieht mit der Angst und dem Leben, wenn eine Krankheit hereinbricht?
Das ist die Geschichte von Priska (66) und Laura (37). Mutter und Tochter bekommen innerhalb weniger Monate d
Neu im Petersdom: Künstler Manuel Dürr gestaltet Kreuzweg
Für den Petersdom in Rom malte der Bieler Reformierte Manuel Dürr 14 Kreuzweg-Bilder. Von jetzt an hängen sie neben Michelangelo, Raffael und Bernini, immer zur Fastenzeit: Denn sie erzählen vom Leiden und Sterben Jesu Christi. Darauf fällt bei Dürr immer etwas Licht: das Licht von Ostern.
Manuel Dürr ist Jahrgang 1989, Künstler aus Biel und gläubiger evangelischer Christ. Für seine Arbeit fühlte
Daoismus heute: Was wir von Zhuangzi über Gelassenheit lernen
«Der Weg entsteht, indem er gegangen wird» – das ist einer der vielen Sinnsprüche des chinesischen Gelehrten Zhuangzi, der vor rund 2400 Jahren daoistische Texte weiterentwickelt hat. Das Buch «Zhuangzi besser verstehen» zeigt, wie hilfreich die Lehren des Dao heute sein können.
Der Daoismus ist neben dem Konfuzianismus und dem Buddhismus eine der drei grossen Lehren, die China massgeblich gepräg
Geflüchtete mit Behinderung: Barrieren statt Hilfe
Über tausend Menschen mit Behinderungen flüchten jedes Jahr in die Schweiz. Ohne fremde Hilfe können sie ihr Leben nicht meistern. In der Schweiz stossen sie auf viele Hürden, oft bekommen sie die nötige Versorgung nicht. Die christliche Stiftung David Dienst Schweiz will unterstützen.
Dmytro Zharyi floh, kurz nachdem Russland die Ukraine angegriffen hatte, mit seinen alten Eltern in die Schweiz.
Sexualisierte Gewalt: Was tun Schweizer Männerorden dagegen?
Im «Perspektiven»-Schwerpunkt beleuchten wir die besonderen Umstände von Ordensgemeinschaften, wenn es um Missbrauch geht und fragen, welche Massnahmen zur Prävention und Aufarbeitung getroffen werden. In dieser Folge liegt der Fokus auf Männergemeinschaften.
Die Pilotstudie zu sexualisierter Gewalt und spirituellen Übergriffen im Kontext der römisch-katholischen Kirche hat die Schweizer Ordensge
Nonnen als Opfer und Täterinnen: Missbrauch in Schweizer Klöstern
Über sexuellen Missbrauch zu sprechen ist nie leicht. Besonders schwer fällt es jenen, die ihn im Kloster erlebt haben. Im «Perspektiven»-Schwerpunkt beleuchten wir die speziellen Umstände und fragen, welche Massnahmen zur Prävention und Aufarbeitung in Schweizer Orden getroffen werden.
Lange war das Thema Tabu, die Betroffenen haben geschwiegen, bis der Film «Gottes missbrauchte Dienerinnen» deu
Alt werden fern der Heimat
Sie sind gekommen, um in der Schweiz hart zu arbeiten. Sie sind geblieben, um hier zu leben. Wie ergeht es Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund in der Schweiz? Ist Religion für sie im Alter Fluch oder Segen?
Migrantinnen und Migranten sind oft mit der Absicht gekommen, in der Schweiz zu arbeiten und später in ihre Herkunftsländer zurückzukehren. Doch das Leben hat andere Geschichten
Vom Investigativjournalisten zur Heilsarmee: Markus Häfliger
Er galt als einer der ganz Grossen im Schweizer Journalismus. Als Bundeshausjournalist deckte Markus Häfliger nationale Skandale auf. Zuletzt den «Unterschriften-Bschiss» bei Volksinitiativen. Dann wechselte er zur Heilsarmee. Welche Rolle spielt dabei sein Glaube?
Die Kasachstan-Affäre, die Libyen-Affäre, Korruption beim Bafu: Seine Recherchen erschütterten die Schweiz. Nach knapp 30 Jahren im J
Und wir säkularisieren uns doch
Kirchen verlieren Mitglieder, der Glaube an Gott nimmt ab und Religion wird immer seltener an die nächste Generation weitergegeben. Die Säkularisierung schreitet voran, trotz vieler spiritueller Angebote. Wohin uns das führt, erklärt Religionssoziologe Detlef Pollack im Interview.
Sei es in der Schweiz oder in Polen. In den USA oder in Südkorea. Überall wächst die Gruppe der Konfessionslosen. Und
Astrophysik und Glaube – Vom Ursprung bis zum Ende der Zeit
Seit jeher erzählen Menschen Geschichten über den Ursprung und das Ende der Welt. Die Wissenschaft liefert heute viele Erkenntnisse dazu. Der deutsche Astrophysiker Heino Falcke beschreibt diese «grosse Geschichte» in seinem neuen Buch «Zwischen Urknall und Apokalypse».
Vor sechs Jahren war Heino Falcke massgeblich an der ersten Fotografie eines Schwarzen Loches beteiligt. Nun nimmt er die Lesers
Und der Mörder ist immer … der Pastor
«Früher» waren Pfarrer im TV-Krimi noch die Guten: Pater Brown und Schwester Camilla überführten ihre Mörder zuverlässig humorvoll in 45 Minuten. Aber heute werden religiöse Figuren oft zwielichtig gezeichnet und rasch zu Tatverdächtigen. Theologe Beat Föllmi hat den Vorabendkrimi «obduziert».
Eigentlich ist der Schweizer Beat Föllmi Professor für Kirchenmusik an der Universität Strassburg. Aber
Wovon Engel singen: Über die Theologie in Engelsmusik
Mit feisten roten Wangen pusten sie in Posaunen und Trompeten oder singen im Chor: die Engel. Jenseits vom Weihnachtskitsch entdeckte der Luzerner Theologe Wolfgang W. Müller: «Wo von Engeln gesprochen wird, ist von Musik die Rede.»
Musik ist also nicht nur eine horizontale Brücke zwischen Menschen, Kulturen und Religionen. Musik schlage auch eine vertikale Brücke hoch zum Himmel, zur Transzenden
Äbtissin Monika Thumm trifft Landschaftsarchitekt Enzo Enea
Enzo Enea ist ein international bekannter Schweizer Landschaftsarchitekt. Auf dem Gelände des Klosters Mariazell betreibt er in Rapperswil-Jona das weltweit einzige Baummuseum. Äbtissin Monika Thumm und Enzo Enea unterhalten sich über die Philosophie der Bäume, Nachhaltigkeit und Spiritualität.
Der Landschaftsarchitekt Enzo Enea gehört zu den renommiertesten Vertretern seines Fachs weltweit. Er e
«Der behinderte Gott» (W)
Was wäre, wenn Jesus das Down-Syndrom gehabt hätte? Und wie wäre Gott, wenn er in einem mundgesteuerten Rollstuhl sässe? Die «Theologie der Behinderung» wechselt die Perspektive und denkt Gott verletzlich.
Sarah Staub hat eine Erbkrankheit, durch die sie viele Schmerzen hat. Als sie die Diagnose erhielt, hat sie sich vertieft mit dem Thema Behinderung befasst und stiess auf das Buch «Der behinder
Langzeit-Nothilfe: Kinder in der Sackgasse?
Wer sich mit einem abgewiesenen Asylgesuch weiterhin in der Schweiz aufhält, erhält Nothilfe, ein paar Franken pro Tag, und ist in sogenannten Rückkehrzentren untergebracht. Gerade für Kinder und Jugendliche, die länger als ein Jahr unter diesen Bedingungen leben, ist dies eine schwierige Situation.
Die Iranerin Firoozeh Myiander kam 2022 in die Schweiz. In ihrer Heimat engagierte sie sich gegen
Grossmütter gegen Depression? Simbabwes ungewöhnlicher Weg
In Simbabwe gibt es gerade einmal 19 Psychiater – aber mehr als 4000 Grossmütter, geschult in den Grundlagen der Gesprächstherapie. Auf einfachen Holzbänken bieten die «Gogos» niederschwellige Hilfe bei psychischen Problemen an. Kann Psychotherapie so funktionieren?
Dixon Chibanda ist Psychiater in Harare, der Hauptstadt Simbabwes. 2005 erhält er einen Anruf. Es ist die Mutter von Erica, einer se
Pilgern für alle: Warum der Pilgerboom anhält
Wer pilgert, muss nicht katholisch sein. Den Weg zu sich, zurück zur Natur oder auch zu Gott nehmen unterschiedlichste Menschen unter die Füsse. Während der Jakobsweg schon unter «Over-Pilgerism» leidet, bietet die Schweiz noch Orte stiller Einkehr. Ein Besuch beim Bruder Klausen Kaplan in Sachseln.
Nahe der Klause von Niklaus von Flüe wirkt Bruder-Klausen-Kaplan Ernst Fuchs. Er erzählt von der D
Jerusalems Realität und Hoffnung: Pierbattista Pizzaballa
Pierbattista Pizzaballa ist eine der wichtigsten christlichen Stimmen im Nahen Osten. Der Franziskanermönch und polyglotte Theologe wurde gar als papabile gehandelt. Er wollte aber im Nahen Osten bei den leidgeprüften Menschen bleiben. Und versucht, den Dialog aufrechtzuerhalten.
Die Universität Freiburg i.Ü. verleiht Kardinal Pierbattista Pizzaballa den Ehrendoktor in Theologie 2025. Dafür reist
Soll eine Lehrerin Kopftuch tragen dürfen? Eine Auslegeordnung
Zurzeit diskutiert die Schweiz übers Kopftuch im Klassenzimmer. Auslöser war eine Muslimin, die mit Kopftuch unterrichten wollte. Eltern verhinderten dies. Was bedeutet die Diskussion für eine angehende Lehrerin mit Kopftuch? Warum ist ein Pädagogikprofessor für ein Verbot? Und was sagt das Gesetz?
Der «Tages-Anzeiger» machte den Fall im Juli publik: Eine muslimische Lehrerin mit Kopftuch sollte
Klangpionier Peter Roth: Mit den Ohren nach innen schauen
Peter Roth liegen die Ohren am Herzen. Er ist der Überzeugung, dass wir auf der Schwelle zu einem neuen Zeitalter stehen: der Zeit des Hörens. Und dass die Ohren uns ins Innere führen, zur Quelle des Lebens.
Peter Roth (81) ist Musiker, Komponist, Lehrer und Klangpionier. Schon als Kind lösten bei ihm die Klänge der Alpenkultur wie Jodel, Hackbrett oder Schellen Hühnerhaut und Tränen aus. Er ist
«Im Gefängnis kommst du nie an.» Was Straftätern Halt gibt.
In der Justizvollzugsanstalt Lenzburg spielen Insassen seit vielen Jahren Theater. Das Publikum gut zu unterhalten, ist ihnen wichtig. Doch was denken sie über den Strafvollzug und was gibt ihnen Halt? Eine Reportage über Gerechtigkeit, Humor und Vergebung.
Hinter Gitter ist der Alltag eng getaktet und doch gibt es wenig Freiraum. In der Justizvollzugsanstalt ist das Theaterspielen unter professi
New work oder wie wir unseren Job heil überstehen
Automatisierung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz verändern die Arbeitswelt. Welche Chancen und Risiken sind damit verbunden? Wie können Arbeitnehmende und Firmen auf die Veränderungen reagieren? Die Theologin und Expertin für Digitalisierung Andréa Belliger ordnet ein.
Die Arbeitswelt verändert sich: agiles Arbeiten, flexible Arbeitszeitmodelle, die Nutzung von Coworking-Spaces, hybrid
Männer und Spiritualität – Beziehungsstatus: kompliziert!
Männer brauchen viel weniger Seelsorge – dieser Eindruck entsteht, wenn man die Geschlechterzusammensetzung in Gottesdiensten anschaut. Ein Besuch bei einem Männerkreis im Wald zeigt: Wenn der Rahmen stimmt, sind auch Männer durchaus bereit, sich verletzlich zu zeigen und über Sorgen zu reden.
Es ist kein Geheimnis: Bei Gottesdiensten sitzen in den Kirchenbänken fast immer mehr Frauen als Männer.
Gabrielle Girau Pieck: Jüdische Meditation und Kabbalah
Gabrielle Girau Pieck wächst in den 70ern in den USA auf, in einer jüdisch liberalen Familie. Später wendet sie sich von der Religion ab, findet aber durch feministische Theologie und jüdische Meditation zur Spiritualität zurück. Heute wirkt sie in Basel, auch als Meditationslehrerin. Ein Porträt.
Es war die Auseinandersetzung mit Mathematik, die Gabrielle Girau Pieck atheistisch werden liess: In
Drei Jahre neue Armeeseelsorge: Bewährt sich die Diversität?
Seit drei Jahren gibt es in der Schweizer Armee jüdische, muslimische und freikirchliche Seelsorger und Seelsorgerinnen. Eine Erfolgsgeschichte, finden die Beteiligten, und ein Zeichen der Anerkennung. Doch so ganz ohne Holperer verlief der Start nicht.
Streit mit der Freundin, Mobbing in der Truppe oder ein Krankheitsfall in der Familie: die Probleme, bei denen die Armeeangehörigen den Rat der S
Demokratie beginnt im Kirchenrecht
Menschenrechte fallen nicht vom Himmel. Aber sie gründen in der Bibel, erklärt Adrian Loretan. Als Staatskirchenrechtler kritisiert er Defizite im Staat und in seiner römisch-katholischen Kirche.
«Was alle betrifft, müssen auch alle mitentscheiden können.» Diesen Grundsatz des demokratischen Rechtsstaats findet Staatskirchenrechtler Adrian Loretan ausgerechnet im angeblich so düsteren Mittelalter
100 Tage im Amt:Laila Sheikhs Pläne fürs Haus der Religionen
Interreligiosität? Kein Problem für Laila Sheikh. Die neue Geschäftsführerin des Hauses der Religionen hat sich schon immer als Brückenbauerin gesehen. Wie sie das interreligiöse Haus in angespannter Finanzsituation in die Zukunft führen will, erzählt Laila Sheikh in «Perspektiven».
Ihre Biografie hat sie bestens vorbereitet auf ihren Job: Die Tochter eines muslimischen Pakistani und einer römisc
Zwischen Technik und Transzendenz: KI als spirituelle Begleiterin
KI-Sprachmodelle können in vielen Themen helfen – warum also nicht auch bei spirituellen Fragen? Für immer mehr Menschen ist die Verschmelzung von digitaler und spiritueller Welt kein Widerspruch. Ein Nutzer spricht über seine Erfahrungen mit seinem spirituellen KI generierten Begleiter «Amariel».
Sogenannt künstliche Intelligenz erstellt und übersetzt Texte, ist Suchmaschine, hilft bei Einkäufen
In den Bergen berühren sich Himmel und Erde
Der reformierte Pfarrer Fadri Ratti ist begeisterter Bergsteiger und Wanderleiter. Regelmässig bietet er «Wandern mit Tiefblicken» für Gruppen an. Dann erkundet er mit Interessierten Religion und Spiritualität in den Bergen.
Fadri Ratti hat als erster Mensch alle 3’000er Berggipfel im Kanton Graubünden bestiegen. Das sind 460 Gipfel. Entgegen dem heutigen Trend zu atemlosen Rekordjagden in den Be
Nietzsches Kopfweh mit dem Christentum
Nietzsche litt entsetzlich an Migräne, aber Mitleid wollte er nicht. Er verabscheute es. Der Philosoph Nietzsche war einer der stärksten Kritiker des Christentums und der Gottesidee überhaupt. Dass es nicht allein mit Kopfweh zu tun hatte, erklärt Theologin Christiane Tietz in ihrem neuen Buch.
«Gott ist tot», - dieses Verdikt zitieren die meisten, wenn sie an Friedrich Nietzsche denken. Darüber
Jazz und Buddhismus: Musik im Rhythmus des Lebens (W) (6/6)
1972 hörte Jazz-Ikone Herbie Hancock, wie sein Bandkollege Buster Williams ein Solo hinlegte, das nicht von dieser Welt zu sein schien. Die Inspiration: Er hatte den Buddhismus entdeckt.
«Es war magisch, die reine Schönheit», so beschreibt Herbie Hancock das Solo, das ihn zum Nichiren-Buddhismus führte. Seither prägt ihn der Buddhismus – und mit ihm seine Musik. Die religiöse Praxis habe ihn zum
«Beyoncé verkörpert eine emanzipative Spiritualität» (5/6)
Beyoncés wird immer wieder als Göttin des Showbusiness bezeichnet, ebenso Taylor Swift. Ihre jeweiligen Fangemeinden verehren die beiden wie Ikonen. Theologen und Theologinnen loten das spirituelle Potential ihrer Lieder aus und veranstalten Beyoncé-Messen oder Swift-Seminare.
«Wir haben 50 Leute erwartet. Es kamen fast 1000», sagt die Theologin Yolanda Norton. Sie hat 2018 die erste „Beyoncé-Mes
Blues als religiöse Praxis (W) (4/6)
Blues ist weit mehr als ein Musikgenre. Er beschreibt eine Lebenseinstellung, manchmal sogar eine religiöse Praxis. Dann drückt Blues eine Sehnsucht aus, wie das gute Leben sein könnte.
Bluesmusik könne helfen, aus dem Blues heraus zu kommen – davon ist Rufus Burnett überzeugt. Der US-amerikanische Theologe ist im Bundesstaat Mississippi aufgewachsen und lehrt heute an der Fordham Universität in
Muslimischer Rap in Frankreich: Protest mit Beats und Worten(3/6)
Die muslimische Jugend in Frankreich hat einen denkbar schlechten Ruf. Banlieues-Islam-Racailles (Abschaum) waren in der öffentlichen Wahrnehmung lange untrennbar verbunden. Dagegen wehrt sich der französische Rap. Er prangert Ungerechtigkeiten an und gibt der muslimischen Bevölkerung eine Stimme.
20 Jahren sind sie her, die Banlieues-Unruhen, die Frankreich erschütterten und weit über das Land h
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Alles klar, Amerika?

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