
Auf dem Weg als Anwält:in
In diesem Podcast spricht Strafverteidiger Duri Bonin mit Gästen über die Praxis des Anwaltsberufs. Themen sind unter anderem die Eigenschaften guter Anwältinnen und Anwälte, die Organisation der Arbeit, der Umgang mit Klienten, Gegnern und Behörden sowie die Entwicklung von Verteidigungsstrategien. Auch die Kunst des Plädoyers wird beleuchtet. Der Podcast reflektiert die menschlichen und bisweilen allzumenschlichen Seiten des Rechtsalltags.
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Causa Vincenz: «Möchten Sie auch gerne etwas sagen, was wir schon gehört haben?»
Um 9.36 Uhr sitzen Duri Bonin und Gregor Münch vor dem Obergericht Zürich. 24 Minuten später soll die I. Strafkammer bekanntgeben, wie sie mit den Vorfragen umgeht, die den gesamten ersten Verhandlungstag beansprucht haben: Verjährung, Rechtzeitigkeit eines Strafantrags, FINMA-Akten und der Nichtigkeitsantrag im Zusammenhang mit Andreas Donatsch.
Unmittelbar vor der Fortsetzung rekonstruieren die

Causa Vincenz: «Kein Anspruch auf Fehler der Staatsanwaltschaft»
Nach den Vorfragen der Verteidigung antwortet die Staatsanwaltschaft: zur Rolle von Professor Andreas Donatsch, zu Strafantragsfrist und Verjährung, zum Ursprung der Untersuchung und zur Verwertbarkeit von FINMA-Akten. Der Vorsitzende greift ein und trennt Fragen des Verfahrensauftakts von Punkten für die späteren Hauptplädoyers.
Duri Bonin und Gregor Münch berichten direkt in der Pause am Oberge

Causa Vincenz: Der Weg nach Lausanne beginnt bei den Vorfragen
Eine knapp dreistündige Mittagspause klingt nach Stillstand. Im Berufungsprozess der Causa Vincenz ist sie das Gegenteil: Die Staatsanwaltschaft ordnet ihre Antwort auf die Vorfragen, während für die Verteidigung die Frage bleibt, welche bereits erhobenen Rügen nochmals ausdrücklich wiederholt wurden.
Duri Bonin und Gregor Münch berichten direkt aus der Mittagspause und erklären, weshalb Wiederho

Causa Vincenz: Ein entlastendes E-Mail im Aktenberg?
Ein neu aufgefundenes E-Mail soll nach Darstellung der Verteidigung entlasten. Damit stellt sich in der Causa Vincenz eine grössere Frage: Wer entscheidet in riesigen digitalen Datenbeständen, welche Dokumente aktenkundig werden – und können Staatsanwaltschaft und Verteidigung mit gleichwertigen Werkzeugen suchen?
Duri Bonin und Gregor Münch diskutieren die Pflicht, Belastendes und Entlastendes g

Causa Vincenz: Darf das Gericht FINMA-Angaben verwerten?
Im FINMA-Verfahren müssen Betroffene weitreichend mitwirken; im Strafverfahren dürfen beschuldigte Personen schweigen. Was geschieht, wenn unter aufsichtsrechtlichem Druck erteilte Angaben später als Strafbeweise verwendet werden sollen?
Im Rahmen der Vorfragen greift Fatih Aslantas diese Schnittstelle auf, Cornel Borbély bezieht auch Folgebeweise ein. Duri Bonin und Gregor Münch ordnen das Bunde

Causa Vincenz: Was die Verteidigung zum Auftakt angreift
Ein neues Bundesgerichtsurteil liegt am ersten Vormittag der Berufungsverhandlung in der Causa Vincenz auf dem Tisch – und die Seiten lesen es unterschiedlich. Duri Bonin und Gregor Münch berichten aus der ersten Pause, weshalb Lorenz Erni im Commtrain-Komplex Verjährung geltend macht und welche weiteren Vorfragen Andreas Blattmann aufwirft.
Der Bundesgerichtsentscheid betrifft ein anderes Verfah

Causa Vincenz: Wer prägt das Narrativ vor dem Urteil?
Pierin Vincenz trifft in einem Kleinwagen am Obergericht Zürich ein. Kameras gehen hoch, Bilder gelangen innert Sekunden in die Liveticker. Duri Bonin und Gregor Münch beobachten, wie schnell aus einer Ankunft eine öffentliche Erzählung wird.
Dann stellen sie die heikle Frage: Wird unabhängige Kritik an der Anklage als Litigation-PR gelesen – und kann das Narrativ einer milderen Strafe zum Bumera

Causa Vincenz: Die zwei Kernvorwürfe in fünf Minuten
Spesen, welche die Anklage als privat einstuft, und nicht offengelegte Beteiligungen an Unternehmen, die später von Raiffeisen oder Aduno übernommen wurden: Unmittelbar vor der Türöffnung am Obergericht ordnen Duri Bonin und Gregor Münch die beiden grossen Vorwurfskomplexe der Causa Vincenz ein.
Im Zentrum steht die strafrechtlich entscheidende Frage: Welche Offenlegungs- oder Herausgabepflicht b

Causa Vincenz: Der Prozess beginnt vor der Gerichtstür
Am Morgen der Berufungsverhandlung in der Causa Vincenz warten die Kameras bereits vor dem Obergericht Zürich. Duri Bonin und Gregor Münch stehen kurz nach 7.15 Uhr im Innenhof, beobachten das Eintreffen erster Verfahrensbeteiligter und fragen: Wie begleitet eine Verteidigung eine beschuldigte Person durch diesen öffentlichen Moment?
Haupteingang oder Seiteneingang, selbstbewusst oder möglichst u

Causa Vincenz: Die letzten Tage vor der Berufungsverhandlung
Ein Plädoyer muss beim lauten Schlussdurchgang standhalten; die Klientschaft braucht Orientierung, und überraschende Vorfragen verlangen sofortige Reaktion. Wenige Tage vor der Berufungsverhandlung in der Causa Vincenz sprechen Duri Bonin und Gregor Münch darüber, was vor einem solchen Grossprozess noch zählt.
Anlass ist auch Marcel Nigglis scharfe Kritik an der Anklage in der NZZ. Die Folge verb

Causa Vincenz: Wie die Verteidigung die Berufungsverhandlung vorbereitet
Vor Obergericht reicht es weder, das erstinstanzliche Plädoyer nochmals vorzulesen, noch, das angefochtene Urteil nur Punkt für Punkt zu widerlegen. Mit Blick auf die Berufungsverhandlung in der Causa Vincenz diskutieren Duri Bonin und Gregor Münch, wie die Verteidigung den Fall neu ordnet und ihre Argumente auf die entscheidenden Punkte konzentriert.
Ausserdem zeigen sie, wie eine beschuldigte P

Shiffrin, Odermatt & Co.: Routine für den Ernstfall | Matchball-Momente 4
Ein Song. Ein innerer Satz. Ein kontrollierter erster Schritt. In Teil 4 der Reihe «Matchball-Momente» übersetzt der Strafverteidiger Duri Bonin die Routinen von Mikaela Shiffrin, Marco Odermatt und weiteren Spitzensportler:innen in Anwaltsprüfung und Anwaltspraxis. Die Situationen sind nicht vergleichbar – die psychologische Grundfrage ist es: Wie wird eine vorbereitete Leistung unter Druck tatsä

Nicht jedes Risiko lohnt sich: Freiheit, Ruf und Lebenszeit (Letters to a Young Lawyer 10)
Warum riskieren erfolgreiche Menschen Freiheit, Ruf und Lebenszeit für noch mehr Geld, Macht oder Anerkennung? Duri Bonin und Nina Langner diskutieren einen weiteren Brief von Alan M. Dershowitz’ «Letters to a Young Lawyer» und fragen, weshalb ein möglicher Gewinn oft konkreter erscheint als ein kaum ersetzbarer Verlust. In Teil 10 der Lektürereihe geht es um drei Risikotypen, den Blick auf beschu

Causa Vincenz: So läuft das Berufungsverfahren
Das Obergericht kennt das erstinstanzliche Urteil, die Akten und die bisherigen Plädoyers. Trotzdem muss es die angefochtenen Punkte selbst beurteilen. Vor der Berufungsverhandlung in der Causa Vincenz erklären die Strafverteidiger Duri Bonin und Gregor Münch, weshalb die zweite Instanz weder bei null beginnt noch die erste Instanz einfach bestätigen darf.
Die Folge führt durch das Berufungsverfa

Klopp, Verstappen & Co.: Routinen unter Druck | Matchball-Momente 3
Jürgen Klopp trainiert Standards, Max Verstappen hält die Dinge einfach, Marco Odermatt arbeitet mit inneren Sätzen und Mikaela Shiffrin mit Musik. Strafverteidiger Duri Bonin zeigt, was Juristinnen und Juristen von ihnen – und von Pep Guardiola, Toto Wolff, Cyprien Sarrazin und Malaika Mihambo – für Anwaltsprüfung, Plädoyer und Gerichtsverhandlung lernen können.
Im Zentrum stehen fünf Ebenen ein

Causa Vincenz: Fast neun Jahre bis zur Berufung – die Timeline
Die Causa Vincenz begann prozessual mit hohem Tempo: Strafanzeige, Untersuchungseröffnung, Hausdurchsuchungen, Untersuchungshaft. Danach wurde aus Tempo ein komplexes Verfahren mit Übersetzungsfragen, Anklage, 99 verfahrensleitenden Verfügungen, erstinstanzlicher Hauptverhandlung, umfangreicher Urteilsbegründung, Rückweisung durch das Obergericht Zürich und Korrektur durch das Bundesgericht. Duri

Michael Phelps: Praktisch blind zum Weltrekord | Matchball-Momente 2
Michael Phelps springt im Olympiafinal über 200 Meter Schmetterling ins Wasser – und seine Schwimmbrille füllt sich. Er sieht die Beckenlinien, die Wand und seine Gegner kaum noch, zählt stattdessen seine Züge und schwimmt zu Gold und Weltrekord.
Strafverteidiger Duri Bonin zeigt, was Juristinnen und Juristen daraus für Anwaltsprüfung, Plädoyer und Strafverteidigung lernen können: Wenn die Sicht

Causa Vincenz: Was im 1’198-seiten Urteil des Bezirksgerichts Zürich seht
1’198 Seiten Urteil, 20 Seiten Dispositiv, 65 Dispositiv-Ziffern: Wer die Berufungsverhandlung in der Causa Vincenz verstehen will, muss zuerst wissen, wie das erstinstanzliche Urteil aufgebaut ist. Duri Bonin und Gregor Münch öffnen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 11. April 2022 und verschaffen sich einen Überblick: Beteiligte, Anträge, Schuldsprüche und Freisprüche, Strafen, Kosten, En

Baggio, Shiffrin & Mihambo: Handlungsfähig unter Druck | Matchball-Momente 1
Roberto Baggio vor dem entscheidenden Penalty, Mikaela Shiffrin unter enormen Erwartungen und Malaika Mihambo vor dem nächsten Sprung – und Strafverteidiger Duri Bonin am Obergericht Zürich, nachdem die Staatsanwaltschaft sieben Jahre Freiheitsstrafe und zwölf Jahre Landesverweisung beantragt hat.
Was verbindet diese Matchball-Momente? Die Folge zeigt, weshalb mentale Stärke nicht bedeutet, keine

Causa Vincenz: Berufungsverhandlung trotz offenem Bundesgerichtsentscheid?
Die Berufungsverhandlung in der Causa Vincenz steht vor der Tür – doch in Lausanne ist noch eine Beschwerde hängig, die für das Verfahren erheblich werden könnte. Duri Bonin und Gregor Münch sprechen über den abgewiesenen Antrag auf Sistierung des Berufungsverfahrens, den offenen Bundesgerichtsentscheid zum Ausstand, mögliche Folgen für Einvernahmen und andere Verfahrenshandlungen sowie über das B

#799 Auf dem Weg zur Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft Nidwalden
Wie läuft eine Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft Nidwalden in Stans ab? Duri Bonin erzählt Nina Langner von seiner Reise: knappe Zuganschlüsse, mit Google Maps ans falschen Ende des Areals, Stacheldraht, Hitze, ein aufgeheizter Einvernahmeraum – und dann eine sachliche, souveräne Befragung mit guter Belehrung und offenen Fragen. Daraus entsteht ein anschaulicher Blick auf Strafverfolgung auss

#798 Wer verurteilt, muss erklären: Was ein gutes Strafurteil ausmacht
Ein Strafurteil ist kein literarisches Werk und kein moralischer Kommentar zur Welt. Es ist die schärfste zivilisierte Antwort des Staates auf menschliches Verhalten. Duri Bonin fragt, woran man ein gutes Strafurteil erkennt: am fairen Verfahren, am Anklagegrundsatz, an sauberer Sachverhaltsfeststellung, präziser Beweiswürdigung, redlichem Umgang mit Zweifeln, nachvollziehbarer Subsumption und beg

#797 Am Obergericht Thurgau: Wie läuft eine Berufungsverhandlung ab?
Wie läuft eine Berufungsverhandlung am Obergericht Thurgau konkret ab? Nina war in Frauenfeld und nimmt Duri Bonin mit durch den Verhandlungstag: vom Treffen mit dem Klienten am Bahnhof über den Empfang im Gericht, das Anwaltszimmer und die Sitzordnung bis zur Befragung, den Plädoyers, der Replik, dem Schlusswort und der schriftlichen Urteilseröffnung. Daraus entsteht ein anschaulicher Blick in di

#796 Ist unsere Justiz käuflich? Korruption in der Schweiz
Gute Löhne kaufen keine Integrität – aber schlechte Löhne können Integrität unnötig teuer machen. Duri Bonin und Nina knüpfen an ihre Folge über Justizlöhne an und fragen, was Korruption in der Schweiz bedeutet: nicht Geld in einem Couvert, sondern Interessenkonflikte, Nähe zu politischen und wirtschaftlichen Netzwerken, Parteibindungen, Kontrolle, Medien und Berufsethos. Die Schweiz steht im Korr

#795 Was verdient die Zürcher Justiz? Löhne, Status und Freiheit
9 Millionen Dollar Gewinn pro Equity-Partner bei einer grossen Anwaltskanzlei in den USA – und dann die Frage: Was verdient man in der Zürcher Justiz? Duri Bonin und Nina Langner schauen auf Lohnklassen, Lohnstufen und typische Stationen vom Auditoriat über Gerichtsschreiber und Assistenzstaatsanwältinnen bis zu Staatsanwälten, Bezirksrichterinnen und Obergericht. Relevanz? Weil Lohn nie nur Zahl

#794 Causa Vincenz: Einzelfall-Akkreditierung für die Berufungsverhandlung
Duri Bonin und Gregi Münch haben Post vom Obergericht Zürich erhalten: Sie sind für die Berufungsverhandlung im Vincenz-Verfahren als Medienschaffende einzelfall-akkreditiert.
Was bedeutet das konkret? Sicherer Zugang zum Gerichtssaal, beschränkte Akteneinsicht, aber auch Pflichten: sachlich berichten, schutzwürdige Interessen beachten, Quellen sauber behandeln, Privatsphäre und Menschenwürde res

#793 Macht Geld unfrei? Strafverteidigung und der Preis der Unabhängigkeit (Letters to a Young Lawyer 9)
In der Schweiz spricht man nicht über Geld. Duri Bonin und Nina Langner tun es trotzdem.
Ausgangspunkt ist Alan Dershowitz’ Text «Don’t Limit Your Options by Making a Lot of Money»: Geld soll Freiheit schaffen – kann aber auch abhängig machen. Was bedeutet das für Anwältinnen und Anwälte? Und was bedeutet es besonders für die Strafverteidigung?
Duri und Nina sprechen über anwaltliche Unabhängigk

#792 Was passiert, wenn ein Strafverteidiger erstmals die Zelle betritt? Vertrauen vor der ersten Einvernahme
Frank kommt zu spät – und bringt genau daraus die Frage dieser Folge mit: Wenn nur wenig Zeit bleibt, wie kommt man schnell in ein echtes Gespräch? Welche Fragen öffnen eine Begegnung? Und wie schafft man Vertrauen, ohne sich zu verstellen?
Duri Bonin führt diese Frage direkt in eine Extremsituation der Strafverteidigung: die erste Begegnung mit einer beschuldigten Person in Haft. Eine enge Zelle

#791 Massgeschneiderte Strafverteidigung: Don’t Follow Off-the-Rack Advice (Letters to a Young Lawyer 8)
Eine Verteidigung kann laut, scharf und kämpferisch wirken – und dem Beschuldigten gerade deshalb schaden. Darum geht es in dieser Folge. Die Zürcher Strafverteidiger Duri Bonin und Nina Langner besprechen Alan Dershowitz’ achten Brief Don’t Follow Off-the-Rack Advice. Es ist ein Gespräch über die eigentliche Kunst der Strafverteidigung: Wie findet man zur Strategie, ohne bloss einem Stil, einem R

#790 Noma-Skandal und René Redzepi: Wo endet Küchendruck, wo beginnt Missbrauch?
Duri Bonin spricht mit Flurin Capaul über den Noma-Skandal um René Redzepi: toxische Küchenkultur, unbezahlte Praktika, Druck in der Spitzengastronomie und die Frage, wo harte Arbeit endet und Missbrauch beginnt.
Das Noma in Kopenhagen galt als eines der wichtigsten Restaurants der Welt: drei Michelin-Sterne, fünfmal Platz 1 bei The World’s 50 Best Restaurants, New Nordic Cuisine, radikale Region

#789 Nicht mittrotten im Strafverfahren: Don’t Have Deathbed Regrets (Letters to a Young Lawyer 7)
Der schlimmste Fehler ist oft nicht, falsch zu entscheiden – sondern gar nicht zu merken, dass man entscheiden müsste.
In dieser Folge sprechen Duri Bonin und Nina Langner über Alan Dershowitz’ Brief Don’t Have Deathbed Regrets (Keine Reue am Sterbebett) aus Letters to a Young Lawyer. Der Titel klingt nach Lebensratgeber, führt aber mitten ins Strafrecht: Wie trifft man gute Entscheidungen, wenn

#788 Echte Begegnung statt Bildschirm: Frank Renold und Duri Bonin über Zuhören, Verhandlung und Verteidigung
Was geht verloren, wenn Gespräche nur noch über Zoom, Teams oder schriftlich geführt werden? Wie viel Wahrnehmung, Spannung und Wahrheit steckt in einem Raum, den keine Kamera vollständig erfassen kann? In dieser Folge von «Mit 40i cha mers mit de Tiger» sprechen Frank Renold und Duri Bonin über Präsenz, Zuhören, Zusammenarbeit und darüber, warum zwischenmenschliche Begegnung oft der entscheidende

#787 Mach nicht einfach das, worin du am besten bist: Strafverteidigung, Talent, Prestige (Letters to a Young Lawyer 6)
In dieser Folge diskutieren Duri Bonin und Nina Langner einen weiteren Brief aus Alan Dershowitz’ Letters to a Young Lawyer: Don’t Do What You’re Best At – also: Mach nicht einfach das, worin du am besten bist. Der Gedanke irritiert zunächst. Ist das wirklich ein guter Rat? Oder nur eine provokative Umkehrung des üblichen Karriereklischees: Finde dein Talent und baue dein Leben darum herum?
Könne

#786 Causa Vincenz: Bekommt «Auf dem Weg als Anwält:in» Medienzugang zum Gerichtssaal?
Ein Gerichtsverfahren ist öffentlich. Aber wer darf darüber nicht nur als Zuschauer, sondern als Medienschaffender berichten? Genau darum geht es in dieser Folge. Duri Bonin und Gregor Münch erzählen, warum sie für das Berufungsverfahren in der Causa Vincenz / Raiffeisen vor dem Obergericht Zürich eine Einzelfall-Akkreditierung als Medienschaffende beantragt haben.
Ausgangspunkt ist ihre konkrete

#785 KI im Kanzleialltag: Schweizer Legal AI für Anwälte und Juristen
In dieser Folge sprechen Duri Bonin, Gregor Münch und Daniel Brugger über ein neues Schweizer KI-Startup für Anwältinnen und Anwälte: Sereos. Ausgangspunkt ist ein ganz praktisches Problem: Viele KI-Tools sind beeindruckend, aber sie passen nicht wirklich zur Arbeitsweise von Anwältinnen, Gerichten, Behörden oder Rechtsdiensten. Sie verstehen die Abläufe zu wenig, sind beim Datenschutz heikel oder

#784 Causa Vincenz / Inside Paradeplatz: Obergericht hebt Einstellung auf – Lukas Hässig muss angeklagt werden
In dieser Folge geht es um einen Beschluss des Obergerichts Zürich vom 7. April 2026 im Verfahren zwischen Beat Stocker und dem beschuldigten Journalisten Lukas Hässig von «Inside Paradeplatz». Ausgangspunkt ist die Einstellungsverfügung (Entscheid der Staatsanwaltschaft, ein Strafverfahren ohne Anklage zu beenden) der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 8. Dezember 2025. Beat Stocker er

#783 StPO 197: Wann darf der Staat mit Zwangsmassnahmen in dein Leben eingreifen?
Ab wann darf der Staat deine Wohnung durchsuchen, dein Handy auswerten oder dich in Haft setzen? Genau diese Frage steht hinter Art. 197 StPO. Und genau dort entscheidet sich, ob Strafverfolgung rechtsstaatlich bleibt oder ins Rutschen gerät.
Duri Bonin und Gregor Münch gehen die Vorschrift Satz für Satz durch. Ausgangspunkt ist das kleine Wort «nur». Zwangsmassnahmen dürfen nur ergriffen werden,

#782 Wähle deine Feinde gut: Have a Good Enemies’ List (Letters to a Young Lawyer 5)
In dieser Folge diskutieren Duri Bonin und Nina Langner das dritte Kapitel aus Alan Dershowitz’ Buch Letters to a Young Lawyer: Have a Good Enemies’ List. Schon der Titel provoziert. Soll eine gute Anwältin oder ein guter Strafverteidiger wirklich eine Feindesliste haben? Oder geht es in Wahrheit um etwas anderes: um Rückgrat, innere Unabhängigkeit und die Fähigkeit, Dissens auszuhalten, ohne sich

#781 StPO 196: Was ist eine Zwangsmassnahme?
Mit Art. 196 StPO beginnt in der Reihe von Gregor Münch und Duri Bonin der eigentliche Einstieg in die Zwangsmassnahmen – also in den Teil der Strafprozessordnung, in dem der Staat nicht mehr nur fragt und protokolliert, sondern in Grundrechte eingreift. Art. 196 definiert, was eine Zwangsmassnahme überhaupt ist: Verfahrenshandlungen der Strafbehörden, die in die Grundrechte der betroffenen Person

#780 Wie viel Nähe braucht gute Strafverteidigung? Live the Passion of Your Times (Letters to a Young Lawyer 4)
Kann man eine gute Anwältin oder ein guter Strafverteidiger sein, ohne innerlich für den Beruf zu brennen? Oder wird man gerade dann gut, wenn man nicht kalt, sondern wach, engagiert und wirklich beteiligt arbeitet?
In dieser Folge diskutieren die Strafverteidiger:in Duri Bonin und Nina Langner den zweiten Brief aus Alan Dershowitz’ Buch Letters to a Young Lawyer: Live the Passion of Your Times.

#779 Vergewaltigungsprozess in Chur: Bundesgericht stoppt Berufungsverhandlung in letzter Minute
In dieser Folge sprechen die Strafverteidiger Duri Bonin und Gregor Münch über das Urteil 7B_209/2026 des Bundesgerichts vom 13. März 2026. Ausgangspunkt ist ein Berufungsverfahren nach einer erstinstanzlichen Verurteilung wegen Sexualdelikten. Das Obergericht Chur setzte die Berufungsverhandlung auf zwei Tage im März 2026 an, ohne diese Termine vorgängig mit der notwendigen Wahlverteidigerin abzu

#778 Causa Vincenz / Inside Paradeplatz: Darf die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gegen Hässig einstellen?
In dieser vorläufig letzten Folge zum Nebenstrang der Causa Vincenz geht es noch einmal um das Strafverfahren wegen möglicher Verletzung des Bankgeheimnisses (Art. 47 BankG) gegen Lukas Hässig, den Herausgeber von Inside Paradeplatz. Die Staatsanwaltschaft hat dieses Verfahren gemäss Medienberichten am 8. Dezember 2025 eingestellt. Gegen diese Einstellungsverfügung ist ebenfalls gemäss Medienberic

#777 Causa Vincenz / Inside Paradeplatz: Hausdurchsuchung, Siegelung – ZMG verweigert Entsiegelung
In dieser Folge erzählt Duri Bonin, Strafverteidiger in Zürich, was nach den Obergerichtsentscheiden, im juristisch heiklen Nebenast der Causa Vincenz/Stocker passiert ist: Hausdurchsuchung bei Lukas Hässig und Inside Paradeplatz, Siegelung (Versiegelung) der Datenträger – und dann der Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts (ZMG) Zürich.
Was ist passiert?
- Nach dem "Befehl" des Obergerichts aus

#776 Causa Vincenz / Inside Paradeplatz: Rechtsverzögerung – Stocker erzwingt Ermittlungen gegen Hässig
In dieser Folge berichtet der Strafverteidiger Duri Bonin über die nächste Eskalationsstufe im Bankgeheimnis-Verfahren gegen Lukas Hässig: Beat Stocker erhebt eine Beschwerde wegen Rechtsverzögerung/Rechtsverweigerung (die Behörde handelt zu langsam) – und bekommt vom Obergericht erneut Recht.
Nach dem obergerichtlichen „Marschbefehl“ aus dem Frühjahr 2024 hätte die Staatsanwaltschaft zügig weite

#775 Causa Vincenz / Inside Paradeplatz: Obergericht hebt Sistierung auf – Verfahren gegen Hässig
In dieser Folge berichtet Duri Bonin, Strafverteidiger in Zürich, über die Begründung des Obergerichts, mit der die Sistierung im Bankgeheimnis-Verfahren aufgehoben wurde. Der Kern: Ein Verfahren „gegen Unbekannt“ genügt nicht mehr. Die Staatsanwaltschaft muss ein Verfahren gegen Lukas Hässig als beschuldigte Person eröffnen.
Worum geht es?
Die Staatsanwaltschaft darf sistieren, wenn die Tätersc

#774 Causa Vincenz / Inside Paradeplatz: Bankgeheimnis und Stockers Beschwerden gegen Sistierung
In dieser Folge erzählt Duri Bonin, Strafverteidiger in Zürich, einen juristisch heiklen Nebenast der Causa Vincenz/Stocker. Es geht um das Strafverfahren wegen Bankgeheimnisverletzung (Art. 47 BankG) und zwei Sistierungen der Staatsanwaltschaft, gegen die Beat Stocker Beschwerde erhoben hat.
Was ist passiert?
Der Journalist Lukas Hässig veröffentlichte 2016 auf Inside Paradeplatz eine Serie übe

#773 Wähle deine Vorbilder vorsichtig: Pick Your Heroes Carefully (Letters to a Young Lawyer 3)
In dieser Folge lesen und diskutieren die Strafverteidiger:in Duri Bonin und Nina Langner das erste Kapitel aus Alan Dershowitz’ Buch Letters to a Young Lawyer: Pick Your Heroes Carefully. Es klingt harmlos, ist es aber nicht. Dershowitz behauptet, Jurist:innen neigten dazu, grosse Namen zu verehren. Dann zeigt er, wie schnell aus Vorbildern Heilige werden (Hagiografie), bis irgendwann die Enttäus

#772 Causa Vincenz: Darf die Staatsanwaltschaft Prof. Donatsch zur „Qualitätskontrolle“ der Anklage beiziehen?
Darf die Staatsanwaltschaft eine externe Strafrechtskapazität zur „Qualitätskontrolle“ beiziehen – und was bedeutet das für Fairness und Verfahrensrechte? Um diese Frage geht es in der neuen Folge der Strafverteidiger Duri Bonin und Gregor Münch.
Ausgangspunkt ihrer Diskussion ist ein Artikel in der Bilanz, der den Nebenkriegsschauplatz im Vincenz-Komplex beschreibt: Im August soll der Berufungsp

#771 Vorsicht vor Ratschlägen? (Letters to a Young Lawyer 2)
Duri Bonin und Nina Langner setzen ihr Leseprojekt zu Letters to a Young Lawyer fort. Diesmal geht es nicht um die grossen Fälle von Alan Dershowitz, sondern um die Frage, was ein „Ratschlag“ im Anwaltsberuf überhaupt wert ist. Dort setzt das Vorwort an: Dershowitz stellt ein Warnschild auf. Ratschläge können helfen – oder Schaden anrichten.
Duri und Nina diskutieren, warum Ratgeberlogik im Stra

#770 StPO 194 & 195: Vorakten, Berichte und Überraschungsakten im Strafverfahren
In ihre Reihe «StPO Artikel für Artikel» sind die Strafverteidiger Duri Bonin und Gregor Münch bei den Art. 194 StPO (Beizug von Akten) und Art. 195 StPO (Einholung von Berichten und Auskünften) angelangt.
Bei Art. 194 StPO geht es um den Beizug von Akten aus anderen Verfahren: Vorakten aus abgeschlossenen Strafverfahren, aber auch Akten aus Eheschutz, Gewaltschutz oder FINMA-Verfahren. Diskutie

#769 StPO 193: Augenschein - Richter testet mit Ventilator japanisches Tempelglöcklein
In dieser Folge setzen Duri Bonin und Gregor Münch ihre StPO-Reihe fort und besprechen Art. 193 StPO (Augenschein). Ausgangspunkt ist die eigentlich einfache Idee: Staatsanwaltschaft und Gericht können und sollen Örtlichkeiten, Gegenstände oder Vorgänge in Augenschein nehmen, wenn sie für den Sachverhalt bedeutsam sind, aber nicht als klassischer Beweisgegenstand vorliegen. Gregor betont, dass „Au

#768 Alan Dershowitz: Letters to a Young Lawyer – lesen oder nicht lesen? Zwei Strafverteidiger entscheiden
Duri Bonin legt Nina Langner ein Buch auf den Tisch: Letters to a Young Lawyer. 37 kurze Kapitel, jedes eine Frage. Keine Theorie, kein Lehrbuch, sondern eine Sammlung unbequemer Berufsfragen: Wen bewunderst du? Wen verteidigst du? Und was macht der Beruf mit dir, wenn Öffentlichkeit, Geld, Angst und Eitelkeit an dir zerren?
Nina blättert. Die Kapitelüberschriften wirken wie Provokationen: „Pick

#767 Cum-Ex-Auslieferungsverfahren: Die Sicht des Verteidigers von Hanno Berger
In dieser Folge kommen Duri Bonin und Gregor Münch zunächst auf das Buch von Anne Brorhilker zum Cum-Ex-Komplex zu sprechen und schlagen dann den Bogen zur Reaktion des Verteidigers von Hanno Berger zu ihrem Podcast '#753 Kriegt der Staat die dicken Fische nicht? Cum-Ex und das Auslieferungsverfahren gegen Hanno Berger in der Schweiz'.
Zu Beginn geht es um eine Grundfrage der Strafverfolgung: We

#766 Handlungsfähig unter Druck – Visualisierung bei Blackout, Kritik und Unterbrechung
Wimbledon-Finale 2008. Rafael Nadal besiegt Roger Federer. 6–4, 6–4, 6–7, 6–7, 9–7. Federer spielt auf seinem Lieblingsbelag. Er wehrt Matchbälle ab. Er kommt nach zwei verlorenen Sätzen zurück. Hält mental und spielerisch über fast fünf Stunden dagegen. Und Nadal gewinnt trotzdem. Nicht, weil Federer der schlechtere Spieler wäre. Nicht, weil Vorbereitung Erfolg garantiert. Sondern weil mentale St

#765 Selbsterfüllende Prophezeiung im Strafverfahren – wie ein falscher Verdacht ein ganzes Verfahren steuert
In dieser Podcastfolge fragt Duri Bonin, was passiert, wenn ein Strafverfahren mit einem falschen Verdacht startet – und sich das ganze Verfahren dann konsequent in genau diese Richtung bewegt. Unter dem Stichwort selbsterfüllende Prophezeiung zeigt er, wie aus einer anfänglichen Hypothese „Der Beschuldigte hat es getan“ Schritt für Schritt eine scheinbar objektive Wahrheit werden kann.
Anhand vo

#764 Warum KI im Strafverfahren keine Verteidigungsstrategie entwickeln kann
Was bleibt von juristischer Arbeit, wenn KI immer besser schreibt, sortiert und plausibilisiert? Und wo liegen die Grenzen, die auch durch Technik nicht verschwinden? In dieser Folge von «Mit 40i cha mers mit de Tiger» sprechen Frank Renold und Duri Bonin über künstliche Intelligenz im Berufsalltag und darüber, was das für Juristerei, Strafverteidigung, Ausbildung und Entscheidungsfindung bedeutet

#763 StPO 192: Tatwaffen, Telefonkontrollen, E-Mails – was zählt als Beweis?
In dieser Folge setzen Duri Bonin und Gregor Münch ihre gemeinsame Lektüre der Strafprozessordnung fort und kommen zu den sachlichen Beweismitteln nach Art. 192–195 StPO.
Im Zentrum steht die Schnittstelle zwischen Tatwirklichkeit und Aktenwirklichkeit: Wie wird eine Spur, ein Gegenstand oder ein Ort korrekt ins Verfahren überführt, sodass das Beweismittel später tatsächlich überprüfbar bleibt –

#762 Warum Beschuldigte das Mandat beenden, obwohl es läuft – Verteidigerwechsel im Strafverfahren
Hast du schon einmal gekündigt – und ist dir schon einmal gekündigt worden? Warum entzieht man einem Strafverteidiger ein Mandat genau dann, wenn er nachweisbar liefert? Und was sagt das über Rollen, Erwartungen und Symbolik in Konfliktsituationen?
Frank Renold und Duri Bonin setzen ihr Gespräch «Mit 40i cha mers mit de Tiger» fort – diesmal entlang von Kündigungen und Entscheidungen, die sich se

#761 So geht es nicht weiter: Kündigen, bevor der Körper entscheidet
In dieser Folge von 'Mit 40i cha mers mit de Tiger' sprechen Duri Bonin und Frank Renold über eine Entscheidung, die viele lange vor sich herschieben: die Kündigung. Frank erzählt offen, warum er seine Stelle gekündigt hat, welche körperlichen und psychischen Warnsignale ihn dazu gebracht haben, – und wie es sich anfühlt, wenn man den Schritt tatsächlich macht. Im Zentrum steht nicht Arbeitsrecht

#760 Wie geht Strafverteidigung? Wie Plädoyers Entscheidungsgrundlagen werden
Diese Folge knüpft an [#757 Plädieren mit Substanz: Wie Strafverteidigung vor Gericht überzeugt an](https://www.duribonin.ch/757-plaedieren-mit-substanz-wie-strafverteidigung-vor-gericht-ueberzeugt/) – geht aber einen Schritt weiter. Es geht nicht mehr nur um Technik, sondern um die Funktion von Verteidigung im Verfahren.
Duri Bonin ordnet das Handwerk des Plädierens ein als Arbeit an Klarheit in

#759 Stammheim heute: Wenn Angst und öffentlicher Druck Strafverfahren strukturieren
Was passiert mit dem Rechtsstaat, wenn Angst und/oder emotionale Aufladung den Ton angeben? In dieser Folge von «Auf dem Weg als Anwält:in» spricht Duri Bonin mit Gregor Münch über einen historischen Strafprozess, der bis heute nachwirkt: die Stammheim-Verfahren der 1970er- und 1980er-Jahre – und darüber, was sie über heutige Strafverfahren erzählen.
Ausgehend vom Fall Peter-Jürgen Bock, einem eh

#758 Mündliche Anwaltsprüfung, zweiter Versuch – Annas Tag der Entscheidung
In dieser Folge von «Auf dem Weg als Anwält:in» spricht Duri Bonin mit Anna einen Tag nach ihrer mündlichen Wiederholungsprüfung. Es ist ein Gespräch über extreme Nervosität, Selbstkontrolle unter Hochdruck – und über den Moment, in dem alles kippt: von Angst zu Klarheit, von Zweifel zu Ruhe.
Anna erzählt ihren Prüfungstag minutiös: vom frühen Aufwachen, der wachsenden Nervosität ab dem Vormittag

#757 Plädieren mit Substanz: Wie Strafverteidigung vor Gericht überzeugt
Was macht ein gutes Plädoyer aus? Nicht Lautstärke, nicht Polemik, nicht das grosse Finale – sondern präzise Arbeit an der «Geschichte», an den Widersprüchen und an den Zweifeln. In dieser Folge von «Auf dem Weg als Anwält:in» spricht Duri Bonin über das Handwerk des Plädierens.
Zum Jahresanfang geht es um die Grundlagen überzeugender Strafverteidigung vor Gericht. Wie entstehen Geschichten, die

#756 Mündliche Anwaltsprüfung – Annas Vorbereitung auf den zweiten Versuch
Was passiert zwischen zwei entscheidenden Prüfungen - zwischen der ersten und der zweiten mündlichen Anwaltsprüfung? In dieser sehr persönlichen Folge von «Auf dem Weg als Anwält:in» spricht Duri Bonin mit Anna über die Zeit nach einem Nichtbestehen – und vor der alles entscheidenden Wiederholungsprüfung.
Es geht um Prüfungsangst, mentale Blockaden, Überforderung durch Gedanken an das Danach und

#755 «Gute Strafverteidigung ist nicht das grosse Finale, sondern die tägliche Arbeit»
Kurz vor dem Jahreswechsel sitzen Duri Bonin und Nina Langner zusammen und tun etwas, das im Kanzleialltag viel zu selten geschieht: innehalten. Wie fühlt sich 2025 an, wenn man es wirklich betrachtet? Welche Bilder bleiben, welche Momente tragen und welche Reibungen kosten Kraft? Es ist ein Gespräch über Berufsstolz ohne Pathos, über Erleichterung nach einem Freispruch, über das zermürbende Thema

#754 KI nach dem Hype: KI-Ethik in der Verwaltung – Leitplanken & Verantwortung
Duri Bonin hat [Patrick Arnecke](https://www.linkedin.com/in/patrickarnecke/) zu sich in den Podcast eingeladen, weil er verstehen will, wie KI im realen Workflow hilft. Daraus ist die Serie «Back to the Future» entstanden: eine ruhige Bestandesaufnahme nach dem Hype – was heute schon funktioniert und wie man es sauber in die Praxis bringt.
KI ist nie nur Technik. Sie ist Soziotechnik: Sie verän

#753 Kriegt der Staat die dicken Fische nicht? Cum-Ex und das Auslieferungsverfahren gegen Hanno Berger in der Schweiz
In dieser Folge geht es um einen der grössten Wirtschaftsstrafprozesse Europas: den Cum-Ex-Skandal.
Gregor Münch ordnet für Duri Bonin die strafrechtlichen, rechtshilferechtlichen und politischen Dimensionen dieses Komplexes ein – mit besonderem Fokus auf die Rolle der Schweiz als Finanzplatz und im Rechtshilfe- und Auslieferungsrecht.
Ausgangspunkt ist die Arbeit der deutschen Staatsanwältin A

#752 Anna: Ein Tag nach der mündlichen Anwaltsprüfung – Panik. Kämpfen. Nicht bestanden.
Gestern sass Anna in der mündlichen Anwaltsprüfung. Heute sitzt sie wieder bei Duri im Studio.
Und man hört es sofort: Die Zeit nach der Prüfung fühlt sich nicht an wie Erleichterung, sondern wie Nachbeben. Anna erzählt, was im Raum passiert ist, was in ihr passiert ist – und wie man mit einem Ergebnis weitergeht, das weh tut, aber nicht alles zerstört.
Anna spricht offen darüber,
- wie der Tag

#751 Anna hat morgen die mündliche Anwaltsprüfung – der Abend davor. Druck. Plan. Stille.
Morgen hat Anna die mündliche Anwaltsprüfung. Heute Abend sitzt sie bei Duri im Studio und spricht darüber.
Der Kopf zu voll, der Körper zu wach, die Zeit plötzlich kleinteilig wie eine Packliste. Anna erzählt, wie sich der Druck anfühlt, wenn innert Sekunden aus «ich kann das» ein «ich kann gar nichts» wird – und wie sie sich trotzdem einen Plan für morgen baut: für den Weg zum Obergericht, für

#750 Wenn die Polizei den Anwaltswunsch der beschuldigten Person ins Leere laufen lässt
In dieser Folge von «Auf dem Weg als Anwält:in» stellt Duri Bonin eine Praxisfrage an Nina Langner, die harmlos klingt und in der Haft trotzdem brennt: Spätabends spricht ein Polizist auf die Combox der Kanzlei. Eine verhaftete Person wünscht eine bestimmte Verteidigung, die Einvernahme soll am nächsten Tag zwischen 10 und 11 Uhr stattfinden. Man soll doch bitte am Morgen zurückrufen. Kurz nach 8

#749 Objektive Wahrheit im Strafverfahren? Ein Blick in die Psychologie der Urteilsfindung
Was passiert in einem Strafverfahren eigentlich wirklich?
In diesem Podcast denkt Duri Bonin über diese essentielle Frage nach. Er überlegt sich, wie unser Gehirn Wirklichkeit konstruiert, wie kommunikative Erinnerungen entstehen und weshalb das Strafrecht nie einfach mit „objektiven Fakten“ arbeitet, sondern immer mit gedeuteten Spuren und erzählten Geschichten.
In dieser Episode geht es unter

#748 KI nach dem Hype: KI-Recherche in grossen Dokumentmengen – Intelligente Suche & Deep Research erklärt
Duri Bonin hat [Patrick Arnecke](https://www.linkedin.com/in/patrickarnecke/) zu sich in den Podcast eingeladen, weil er verstehen will, wie KI im realen Workflow hilft. Daraus ist die Serie «Back to the Future» entstanden: eine ruhige Bestandesaufnahme nach dem Hype – was heute schon funktioniert und wie man es sauber in die Praxis bringt.
In dieser Folge geht es um KI-gestützte Recherchesystem

#747 Wie schreibt man ein verständliches Strafurteil?
In der Podcastfolge 746 ging es um ein grundlegendes Problem der Strafjustiz: Viele Strafurteile sind sprachlich und strukturell so schwer verständlich, dass Betroffene sie kaum nachvollziehen können. Diese Episode knüpft daran an. Sie zeigt konkret und praktisch, wie ein verständliches Urteil entsteht.
Duri Bonin überlegt zuerst, wie man den Sachverhalt klar darstellt. Am besten chronologisch, i

#746 Warum viele Strafurteile unverständlich sind – und was das über unsere Justiz sagt
Diese Podcastfolge widmet sich einem der zentralsten, aber am wenigsten besprochenen Probleme der Strafjustiz: der Unverständlichkeit vieler Strafurteile.
Duri Bonin – Strafverteidiger und langjähriger Beobachter der gerichtlichen Praxis – zeigt, warum dieses Problem weit über Stilfragen hinausgeht. Viele Urteile sind sprachlich und strukturell so schwierig formuliert, dass die Verurteilten ihr U

#745 KI nach dem Hype: Wie verständlich ist juristische Sprache? – Sprachvereinfachung mit KI
Duri Bonin hat [Patrick Arnecke](https://www.linkedin.com/in/patrickarnecke/) zu sich in den Podcast eingeladen, weil er verstehen will, wie KI im realen Workflow hilft. Daraus ist die Serie «Back to the Future» entstanden: eine ruhige Bestandesaufnahme nach dem Hype – was heute schon funktioniert und wie man es sauber in die Praxis bringt.
Diesmal sprechen Patrick und Duri über Sprachvereinfach

#744 «Mehr Bier» für die Strafverteidigung?
Ein dünnes Krimibändchen, ein ungewöhnliches Geschenk und eine Ermittlerfigur, die alles infrage stellt: In dieser Folge geht es um «Mehr Bier» von Jakob Arjuni – und darum, weshalb ein Privatdetektiv wie Kermal Kayankaya überraschend viel über Strafverteidigung lehren kann. Welche Haltung braucht Verteidigung wirklich? Wie arbeitet man in einem Umfeld voller Widersprüche, Lücken, Macht und Zufall

#743 KI nach dem Hype: Wie sicher ist KI-Audiotranskription in Strafverfahren? Erfahrungen in der Zürcher Justiz
Duri Bonin hat Patrick Arnecke zu sich in den Podcast eingeladen, weil er verstehen will, wie KI im realen Workflow hilft. Daraus ist die Serie «Back to the Future» entstanden: eine ruhige Bestandesaufnahme nach dem Hype – was heute schon funktioniert und wie man es sauber in die Praxis bringt.
In dieser Folge geht es um Audiotranskription mit KI. Ausgangslage: In der Verwaltung, der Justiz und

#742 Geschichten etablieren – wie Urteile, Anklagen und Verteidigung entstehen
In dieser Folge von 'Auf dem Weg als Anwält:in' vertieft Duri Bonin das Thema aus der vorletzten Episode (740): Menschen denken in Geschichten und das gilt besonders für die Justiz. Doch was bedeutet das konkret für die Strafverteidigung, die Anklage und das Gericht?
Duri erklärt, warum jedes Urteil letztlich eine Geschichte ist – aber keine erfundene. Eine gute richterliche Entscheidung, braucht

#741 KI nach dem Hype: Semantische Suche – schneller finden, besser entscheiden
Duri Bonin hat Patrick Arnecke zu sich in den Podcast eingeladen, weil ich verstehen will, wie KI im realen Workflow hilft. Daraus ist die Serie «Back to the Future» entstanden: eine ruhige Bestandesaufnahme nach dem Hype – was heute schon funktioniert und wie man es sauber in die Praxis bringt.
In dieser Folge geht es um semantische Suche. Ausgangslage: In der Verwaltung liegen Millionen von Do

#740 Wahrheit vor Gericht – wie Urteile wirklich entstehen
In dieser Folge von 'Auf dem Weg als Anwält:in' führt Duri Bonin in das Herz richterlicher Entscheidungsfindung – dorthin, wo Recht, Wahrnehmung und Psychologie aufeinandertreffen. Er vergleicht die Justiz mit einem Fussballspiel, bei dem selbst der VAR nicht alle Zweifel klärt. Doch Richter:innen sind deutlich weiter entfernt: Sie sehen das Spiel nicht selbst, über das sie urteilen müssen, sie si
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