
Geschichte
Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.
Episodes
Das Schauspielhaus nach dem Krieg: Was bleibt vom Exiltheater?
Nach dem Zweiten Weltkrieg muss sich das Schauspielhaus Zürich neu orientieren. Während viele Künstler in ihre Heimat zurückkehren, rücken die Schweizer Autoren in den Vordergrund. Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt prägen die Nachkriegszeit des Theaters und führen es zu neuen Erfolgen.
Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 endet für das Schauspielhaus Zürich die Ära als «Hochburg des
Das Schauspielhaus im Krieg: Eine wichtige Stimme gegen Hitler
In Europa tobt der Zweite Weltkrieg. Die Nazis wüten, und auch die Schweiz zittert. In Zürich jedoch wird Theater gespielt. Das Schauspielhaus erlebt seinen Höhepunkt als Emigrantentheater – und wird zum Symbol der geistigen Landesverteidigung.
Nach Ferdinand Riesers Abgang durchlebt das Emigranten-Ensemble am Schauspielhaus eine unsichere Zeit, geprägt von der Angst, Arbeit zu verlieren und den
Flucht vor den Nazis: Das Schauspielhaus wird zur Exilbühne
Im zweiten Weltkrieg ist das Zürcher Schauspielhaus ein wichtiger Zufluchtsort. Künstlerinnen und Künstler, die vom Nationalsozialismus verfolgt werden, finden an diesem Schweizer Theater eine neue Heimat. Den Grundstein dafür legt vor 100 Jahren ein Zürcher Weinhändler.
Die Ursprünge des Schauspielhauses reichen noch weiter zurück. Und sie sind weit entfernt von einem künstlerisch anspruchsvolle
Tschernobyl 1986: Die Auswirkungen auf die Schweiz.
Seit 40 Jahren erinnert der Name «Tschernobyl» an eine der grössten Katastrophen der Geschichte. Der nukleare Unfall vom 26. April 1986 im Atomkraftwerk Tschernobyl erschüttert die Welt – die Folgen sind auch in der Schweiz zu spüren.
«Die radioaktive Wolke ist jetzt bei uns. Wind und Wetter werden sie auch zu euch tragen». Der pensionierte Schweizer Nuklearphysiker Christophe Murith erinnert sic
Tschernobyl 1986: Rückkehr ins Katastrophengebiet
40 Jahre nach der Atomkatastrophe kehrt Maryna Peter zum ersten Mal nach Prypjat, an den Ort ihrer Kindheit zurück. Als vierjähriges Mädchen musste sie 1986 überstürzt fliehen. Mit bloss einer kleinen Tasche, darin ein Apfel, ein Schokoriegel, Ersatzunterwäsche und einem Zettel mit ihrem Namen.
Die sozialistische Musterstadt Prypjat, drei Kilometer vom einstigen Atomkraftwerk Tschernobyl entfernt
Tschernobyl 1986: Wie es zur Katastrophe kam
In den frühen Morgenstunden des 26. April 1986 explodiert im Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine Reaktor Nummer vier. Eine grosse Menge Radioaktivität wird freigesetzt; es ist der bis dahin grösste und schwerste Unfall in der Geschichte der zivilen Atomindustrie. Wie konnte es so weit kommen?
In den 1970er und 1980er Jahren gehört die Atomindustrie zu den Prestigeindustrien in der Sowjetunio
Die UNO in Genf: Zwischen Menschenrechten und Machtlosigkeit
Ein Besuch im UNO-Hauptquartier in Genf zeigt, wie nahe Anspruch und Realität beieinanderliegen: Menschenrechte, Diplomatie und Krisen prägen den Alltag. Trotz Blockaden bleibt die UNO ein unverzichtbarer Ort, an dem die Welt miteinander spricht statt schweigt.
Wir besuchen die UNO in Genf und erleben, wie Diplomatie, Menschenrechte und Krisen den Alltag im Palais des Nations prägen. Mit SRFKorre
Die UNO in Genf: Wie die Vereinten Nationen gegründet wurden
Mitten im Zweiten Weltkrieg entwickeln US-Präsident Roosevelt und der britische Premier Churchill die Atlantik‑Charta. Das Dokument formuliert erstmals die Vision einer neuen Weltorganisation und wird zum Grundstein der UNO, die 1945 gegründet wird. Wie kam es dazu?
Im August 1941 treffen sich Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill im Geheimen vor Neufundland, um mitten im Zweiten Weltkrieg
Die UNO in Genf: Der Krieg ist vorbei, der Völkerbund entsteht
Nach dem Ersten Weltkrieg soll der Vertrag von Versailles eine neue Ordnung schaffen. Die Staaten sollen miteinander sprechen, statt sich zu bekämpfen, so die Vision von US-Präsident Woodrow Wilson. So entsteht der Völkerbund und Genf wird zum Sitz der Organisation.
Doch warum gerade Genf? Die Stadt überzeugte die Delegierten, weil die Stadt dank dem Roten Kreuz bereits als Ort des Dialogs und de
Cortina 1956 - wie sich die Spiele seit 1956 verändert haben
Zwischen Cortina 1956 und Cortina 2026 sind 70 Jahre vergangen – sieben Jahrzehnte, in denen sich die Olympischen Spiele rasant entwickelt haben.
Immer schneller, weiter, höher: Die Olympischen Spiele sorgen für sportliche Höchstleistungen, für Emotionen, sind populär. Die Sommer- wie Winterspiele haben sich längst als Grossereignis etabliert , was aber nicht nur Vorteile mit sich bringt.
Sport
Cortina 1956 - ein Meilenstein der Olympischen Geschichte
Cortina d’Ampezzo 1956 – die Winterspiele in den Dolomiten bedeuten nicht nur Wettkämpfe und Medaillen, sondern sind der Beginn der Live-Ära der olympischen Spiele im Fernsehen.
Zum ersten Mal werden Olympische Wettkämpfe live im Fernsehen übertragen, technische Innovationen revolutionieren die Zeitmessung und effektvolle Lichtspiele setzen den Sport in Szene. Cortina wird ein Meilenstein für den
Schweizer Brauchtum zum Jahresende: Silvesterchlausen Appenzell
Im Appenzell ziehen am Jahreswechsel die Silvesterchläuse von Hof zu Hof – zweimal, am 31. Dezember und am 13. Januar. Warum gibt es Schöne und Wüste Kläuse? Und was hat das mit Kalenderreformen und bösen Geistern zu tun?
Ein Naturjodel (das Zäuerli), kunstvolle Kopfbedeckungen oder wilde Masken und Kostüme aus Tannenzweigen: Das Silvesterchlausen ist einer der bekanntesten Bräuche der Schweiz, a
Schweizer Brauchtum zu Weihnachten: Pelzmartiga und Nünichlingler
Pelzmartiga in Kandersteg und die Nünichlingler im Baselbiet: Zwei Bräuche, die in der Weihnachtszeit für Lärm und Aufsehen sorgen. Woher kommen sie? Und warum spielt Angst dabei eine Rolle?
Während viele Weihnachten still und besinnlich feiern, wird es in Kandersteg und im Baselbiet laut: Die Pelzmartiga ziehen am Weihnachtstag und an Neujahr mit Kettengerassel durchs Dorf Kandersteg, die Nünich
Schweizer Brauchtum im Advent: Das Klausjagen in Küssnacht
Warum wird es im Advent in Küssnacht so laut? Das Klausjagen lockt jedes Jahr Tausende an – mit riesigen Laternen, Tricheln und viel Krach. Wir tauchen ein in die Geschichte dieses Brauchs und fragen: Weshalb brauchen wir Bräuche überhaupt?
Am 5. Dezember verwandelt sich Küssnacht in ein Meer aus Licht und Lärm: Über 1700 Klausjäger ziehen mit kunstvollen Laternen (sogenannten Iffelen) durch das
Migros-Gründer Duttweiler und der Schweizer Detailhandel (3/3)
Gottlieb Duttweiler expandiert in neue Geschäftsfelder und schenkt sein Lebenswerk der Bevölkerung - zumindest formell. Er sorgt ausserdem im Bundeshaus für Aufsehen und tritt in einen Hungerstreik.
Gottlieb Duttweiler findet einen Weg, um trotz Filialverbot weiter wachsen zu können. Er gründet die Reise-Genossenschaft Hotelplan, um den Tourismus in der Schweiz zu fördern und Ferien für alle ersc
Migros-Gründer Duttweiler und der Schweizer Detailhandel (2/3)
Die Migros wächst – aber der Kampf geht weiter. Duttweiler bleibt eine Bedrohung für Lebensmittelläden und Hersteller. Auf deren Boykotte reagiert er mit eigenen Produkten, kopiert Markenartikel und provoziert Prozesse. Der Kampf gipfelt in einem vom Bundesrat verfügten Filialverbot.
Gottlieb Duttweilers Migroswagen kommen gut an in der Stadt Zürich. Und bald eröffnet er auch den ersten stationär
Migros-Gründer Duttweiler und der Schweizer Detailhandel (1/3)
Er sagt, er habe schon als Kind für die Schwachen gekämpft. Und er weiss, was es heisst, zu scheitern. Vor 100 Jahren gründet Gottlieb Duttweiler die Migros. Er schickt in Zürich die ersten Verkaufswagen los. Bis heute ist Duttweiler ein Mythos, den die Migros auch geschickt zu pflegen weiss.
Es ist das Jahr 1925. Im Schweizer Detailhandel haben die Lebensmittelvereine das Sagen. Und Gottlieb Dut
Schweizer im Dritten Reich (3/3): Fritz Dasen – der Inspektor
Im letzten Kriegswinter 1944/45 reist der Berner Offizier Fritz Dasen mitten ins zerbombte Nazi-Deutschland. In Schweizer Diensten kontrolliert er als Kriegsgefangenen-Inspektor Lager und Gefängnisse.
Auf seinen Inspektions-Reisen spricht Fritz Dasen mit britischen und amerikanischen Kriegsgefangenen – und versucht bei den deutschen Lagerkommandanten kleine Verbesserungen zu erreichen: ein warme
Schweizer im Dritten Reich (2/3): Hitlers Astrologe
Die Geschichte des Baslers Karl Ernst Krafft, der für die Nazis die Sterne las und dann fallengelassen wurde.
Karl Ernst Krafft lebt vom Mythos als Hitlers Hofastrologe und betreibt Propaganda für die Nazis. Für das Propagandaministerium von Josef Goebbels erstellt der Schweizer Prognosen, die einen positiven Kriegsverlauf für Deutschland voraussagen. Goebbels nutzt die Arbeit für psychologische
Schweizer im Dritten Reich (1/3): Gestapo-Spionin aus Adelboden
Eine Schweizer Arzttochter, die sich in den Dienst der Gestapo stellt. Eine Frau zwischen den Rollen von Täterin und Opfer: Spionin, Gefangene, Blockälteste im KZ Ravensbrück – und schliesslich verurteilte Kriegsverbrecherin.
Carmen Mory ist lebenslustig, sprachgewandt, die Welt steht ihr offen. Doch sie lässt sich auf die NS-Diktatur ein: Als Gestapo-Spionin pendelt sie zwischen Berlin, Zürich u
Geschichte des Frankens (3/3): Wirrwarr, Schwächling, Superstar
Der frühere Schwächling gehört heute zu den stärksten Währungen der Welt. Schmerzlos verläuft der Aufstieg des Frankens aber nicht: In den 1930er Jahren leidet die Bevölkerung, weil die Nationalbank nicht abwertet und auch um den Franken zu stützen, kauft die SNB Gold von den Nationalsozialisten.
Nachdem ersten Weltkrieg will die Schweiz den Franken unbedingt wieder ans Gold koppeln. Weil andere
Geschichte des Frankens (2/3): Wirrwarr, Schwächling, Superstar
Die Karriere des Frankens beginnt mit einem Fehlstart. Weil er nur in Silber geprägt wird und der Silberpreis in den 1850er Jahren massiv ansteigt, wird der Franken anfangs kaum als Währung benutzt. Und auch bei den Banknoten herrscht Chaos, bis 1907 die Nationalbank gegründet wird.
Der Schweizer Franken ist bis zum Ersten Weltkrieg ein schwächelndes Anhängsel des französischen Francs. Der Bund p
Geschichte des Frankens (1/3): Wirrwarr, Schwächling, Superstar
Dutzende unterschiedliche Münzen sind im Umlauf in der Schweiz der ersten Hälfte 19. Jahrhunderts. Das Münzwirrwarr erschwert die wirtschaftliche Entwicklung. Napoleon scheitert noch. Erst dem neuen Bundesstaat gelingt 1850 die Einführung eines Schweizer Frankens.
Über 30 verschiedene Währungen sind im Umlauf – in der Schweiz der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Viele Kantone prägen ihr eigene
Jugoslawiens Zerfall (3/3): Kosovos Weg in die Unabhängigkeit
Am 17. Februar 2008 erklärt sich der Kosovo einseitig für unabhängig von Serbien. Für die meisten Menschen im Kosovo endet damit ein jahrzehntelanger Kampf um die Eigenständigkeit. Serbien dagegen sieht den Kosovo weiterhin als Teil des eigenen Staatsgebiets.
Hamit Zeqiri erlebt die Anfänge des Konfliktes mit. Er ist ein junger Student, als der serbische Präsident Slobodan Milosevic 1989 der dama
Jugoslawiens Zerfall (2/3): Flucht & Vertreibung im Kroatienkrieg
Nachdem Kroatien 1991 seine Unabhängigkeit erklärt, beginnt der Kroatienkrieg. Während in den ersten Kriegsmonaten serbische Truppen grosse Gebiete besetzen, gelingt Kroatien 1995 in kürzester Zeit die Rückeroberung. Eine Folge dieser Ereignisse: Flucht, welche die Betroffenen bis heute prägt.
Gorana Kusic ist noch ein Kind, als der Krieg beginnt. Sie flüchtet bereits 1991 mit ihrer Familie aus i
Jugoslawiens Zerfall (1/3): Der Völkermord von Srebrenica
Im Juli 1995 werden innerhalb weniger Tage über 8000 bosnische Muslime in der Kleinstadt Srebrenica getötet. Der von serbischen Truppen begangene Völkermord ist der bislang einzige gerichtlich anerkannte Genozid in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.
Ahmed Ustic und Ifeta Mejremic haben beide den Völkermord von Srebrenica überlebt. Während sie auf der Ladefläche eines Lastwagens die Stadt verlasse
Spielmacherinnen (3/3): Wie setzte sich Frauenfussball durch?
Der Schweizer Frauenfussball verliert in den 1980er- und 90er-Jahren an Sichtbarkeit. Die Nati siegt selten, den Vereinen fehlt es an Geld und das Medieninteresse nimmt ab. Doch im neuen Jahrtausend gelingt der Durchbruch.
Fussballpionierin Margrit Näf ist 17 Jahre alt, als sie vom Toggenburg nach Bern zieht – um dort für den DFC Bern zu spielen. In der dritten Folge von «Spielmacherinnen» erzähl
Spielmacherinnen (2/3): Wurde die erste Frauen-Nati betrogen?
Der Schweizer Frauenfussball erlebt Anfang der 1970er-Jahre einen Aufschwung. Erstmals formiert sich die Schweizer Nati – und wird bei der inoffiziellen WM in Italien womöglich vom Schiedsrichter benachteiligt.
Die Geschichte der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft beginnt mit einem umstrittenen Spiel. 1970 reist die erste Schweizer Frauen-Nati mit dem Zug zur inoffiziellen WM nach Salerno. Nach
Spielmacherinnen (1/3): Warum war Frauenfussball verboten?
Frauenfussball zieht bei Turnieren wie der bevorstehenden EM 2025 die Massen an, doch bis 1970 war er in einigen Ländern verboten. Auch in der Schweiz stiessen Spielerinnen auf Widerstände. Wir sprechen über die ersten Frauen, die dennoch spielten.
Die Geschichte des Frauenfussballs in der Schweiz beginnt in der Romandie. 1923 gründen Pionierinnen in Genf die erste dokumentierte Frauenfussballgru
ESC 3/3: Warum der Eurovision Song Contest zur LGBTQ-Party wurde
Der ESC gilt heute als eine der grössten Veranstaltungen für die LGBTQ-Community. Der Grundstein dafür wurde schon 1961 von Jean Claude Pascal gelegt, der ein Lied auf die Bühne bracht, das man als Hymne gegen Homophobie interpretieren konnte. Seither folgten unzählige weitere solcher Auftritte.
Angefangen hat das alles schon relativ früh. Bereits in den 60er-Jahren fanden schwule Männer in allen
ESC 2/3: Warum der Eurovision Song Contest immer politisch war
Schon der erste ESC war auf seine Art politisch. Und es gibt seit der Gründung 1956 dutzende Beispiele für politische Aktionen oder Statements. Früher schien das noch eher möglich als heute. Weshalb ist das so?
Um beim ESC aufzufallen, müsse man entweder politisch oder sexuell provozieren, sagt ESC-Historiker Dean Vuletic. Das sei schon relativ früh so gewesen. Eines der ersten politischen Statem
ESC 1/3: Wie es zum ersten Eurovision Song Contest in Lugano kam
Im Mai 1956 fand der erste Eurovision Song Contest statt. Bis dahin war es ein weiter Weg. Wie die Fernsehsendung den Weg durch halb Europa schaffte und wer hinter der Idee des Liederwettbewerbs steckt, der Europa nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aneinanderrücken sollte: Die Geschichte des ESC.
Es ist ein schlichter Theatersaal, in dem 1956 europäische Fernsehgeschichte geschrieben wird: Im Teat
Unfall im Hallenbad Uster 2/2: Wie konnte die Decke einstürzen?
Architekt und Ingenieur trafen bei der Auswahl des Baumaterials für das Hallenbad eine fatale Entscheidung. Die Stahlbügel, welche die untergehängte Decke halten sollten, wurden aus Chromnickelstahl gefertigt. Könnte so etwas auch heute noch passieren?
Chromnickelstahl ist auch als rostfreier Stahl bekannt. Dann geschah aber genau das: Die Metallstäbe rosteten durch und begannen einer nach dem an
Deckeneinsturz Hallenbad Uster 1985: Ein Überlebender erzählt 1/2
Am 9. Mai um 20.25 fällt die Decke auf eines der Becken im Hallenbad Uster und schliesst Menschen unter sich ein. Zwölf Menschen sterben beim Unfall, andere können sich durch ein Loch selbst befreien.
Für die Eingeschlossenen und die Rettungskräfte sind es bange Sekunden, Minuten und Stunden. Auch Juniorinnen und Junioren des Schwimmclubs Uster sind im fatalen Moment im Wasser. Es gibt einige kra
Regula Engel, die Schweizer «Amazone» im Dienste Napoleons
Bis heute fasziniert das Vermächtnis von Napoleon Bonaparte. Eine, die damals an vorderster Front mit dabei war, ist die Zürcherin Regula Engel. Sie begleitete ihren Ehemann Florian Engel in den Solddienst und schrieb ihre Erlebnisse später nieder – ein Bestseller im frühen 19. Jahrhundert.
Offiziersgattin Regula Engel war an der Seite ihres Ehemanns auf zahlreichen Feldzügen mit dabei, manchmal
Von Baumwolle bis Erdöl - wie der Transithandel die Schweiz prägt
Natürliche Rohstoffe hat die Schweiz nur wenige – im Handel mit Rohstoffen aber spielt das Land global eine wichtige Rolle. Schätzungsweise bis ein Viertel des weltweiten Rohstoffhandels läuft über Unternehmen mit Sitz in der Schweiz - entwickelt hat sich diese Position bereits im 19. Jahrhundert.
Warum genau wurden Schweizer Unternehmen so erfolgreich? Wie ist es zu erklären, dass gerade Krisen
Die erste Professorin in Europa: Anna Tumarkin
Mit 17 Jahren kommt sie 1892 allein aus dem russischen Zarenreich in die Schweiz, wo Frauen studieren können. An der Universität Bern macht sie dann Karriere: Sie wird die erste vollberechtigte Professorin, etwas das vor ihr noch keine Frau geschafft hat. Das ist ihre Geschichte.
Sie fällt auf in Bern. Nicht weil sie die Einzige wäre, es gibt im ausgehenden 19. Jahrhundert viele ausländische Stud
Angeblich Spion: Flüchtling Jan Berdnik und die Angst der Schweiz
Jan Berdnik flüchtet nach dem Prager Frühling aus der Tschechoslowakei in die Schweiz. Hier wird er zwar aufgenommen. Aber wegen Spionage-Verdacht wird er auch intensiv überwacht. Das ist seine Geschichte.
Jan Berdnik flüchtet nach dem Prager Frühling 1968 in die Schweiz. Als System-Flüchtling heisst in die Schweiz willkommen, zumindest vordergründig: Wer vor dem Kommunismus floh, war ein guter F
Ursula Brunner: Pionierin für gerechten Handel («Passage»)
Als Bananenfrau wurde sie landesweit berühmt: Ursula Brunner gilt als Wegbereiterin des Fairtrade. Gleichzeitig war sie Pfarrfrau, Politikerin und Mutter. In welchem Spannungsfeld bewegte sie sich dabei? Diese Woche erscheint hier eine aktuelle Ausgabe der Sendung «Passage» anstelle der Zeitblende.
Wie ist es möglich, dass Bananen bei uns billiger sind als heimische Äpfel? Dieser Frage gingen Urs
Intrige vor dem Ersten Weltkrieg: Die Generalswahl von 1914
Am Abend des 3. August 1914 wählte die Schweizerische Bundesversammlung Ulrich Wille zum General. Doch noch am Vormittag galt Theophil Sprecher von Bernegg als Favorit. Die Wahl war geprägt von politischen Intrigen. Als Wille sah, dass es für ihn nicht reicht, drohte er Sprecher mit Konsequenzen.
Die Finger im Spiel hatte unter anderem auch Bundesrat Arthur Hoffmann. Mit allen Mitteln versuchte e
Maschinenmensch: Wie Sabor die Welt zum Staunen brachte
August Huber war 12 Jahre jung, als er 1923 begann, an einem Maschinenmenschen zu tüfteln: Sabor. Nach dem Zweiten Weltkrieg faszinierte er das Publikum weltweit. Warum staunen wir über Maschinen wie Sabor – damals und heute?
1939 wurde Sabor an der Landesausstellung in Zürich gezeigt, später faszinierte er das internationale Publikum auf Technikmessen und in Fernsehshows. Inzwischen ist Sabor we
«Ich will nicht aufhören – das ist mein Lebensgefühl»
Susi Lauer ist eine der letzten Überlebenden, die vom schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg in Budapest 1944 vor dem Holocaust gerettet wurde. Der Familie ihres Mannes, Mark Margolin, gelang die abenteuerliche Flucht von Warschau bis Sidney.
Als Mark Margolin am 10. September 2023 nach jüdischer Tradition mit seinem Absatz das Glas zertritt, scheint eine unglaubliche Geschichte ihr Happy End g
US-Drogenpolitik: Wie Harry Anslinger den «War on Drugs» beginnt
Harry Anslinger gilt als der Vater des US-Amerikanischen «War on Drugs». Während dreissig Jahren leitet er die amerikanische Anti-Drogenbehörde und prägt so bis heute die Drogenpolitik der USA.
Der Sohn eines Schweizer Einwanderers ist ein machtbewusster Mensch. So setzt Harry Anslinger etwa das Cannabisverbot in den USA durch, um seiner Behörde mehr Einfluss zu verschaffen. Gezielt verbreitet er
Vincent O. Carter: "Alle starrten mich an!"
Der afroamerikanische Schriftsteller lebt ab den 1950er Jahren in Bern. Er fällt auf. Wegen seines Äusseren. Er erlebt den Alltag des Fremden. Aber er resigniert nicht, sondern spiegelt das Erlebte in seiner Literatur. Es ist ein kritisch-ironischer Blick auf das damalige Bern.
Der US-Amerikaner Vincent O. Carter landete eher zufällig in Bern. Er wollte nur einige Tage in der Stadt bleiben, schli
Jakob Rudolf Forster: Schwul und selbstbewusst im 19. Jahrhundert
Er ist ein «Urning», ein Homosexueller. Und wird deswegen schikaniert, verhaftet, weggesperrt, er gilt als kriminell und geisteskrank. Doch Jakob Rudolf Forster wehrt sich, laut, ideenreich und selbstbewusst – ein Vorkämpfer für die Rechte der Schwulen in der Schweiz.
Jakob Rudolf Forster ist kein Kind von Traurigkeit. Er steht auf Männer, hat viele Liebhaber und macht keinen Hehl aus seiner Homo
Maria Antonia Räss: Eine Stickerin erobert New York
Maria Antonia Räss, eine Appenzeller Bauerntochter, arbeitet Anfangs des 20. Jahrhunderts als sogenannte «Schaustickerin» in ganz Europa. Nach dem Ersten Weltkrieg wandert sie nach New York aus und baut sich ein Textilimperium auf. Wie hat sie das geschafft?
Sie hat flinke Finger – und weiss, wie man einfädelt. Dass Maria Antonia Räss geschickt mit Nadeln und Faden umgehen kann, findet ihre Famil
Frankenstein und KI: Wie Mary Shelley in Genf ein Monster erschuf
Frankensteins Monster – Mary Shelly hat mit dieser Schauergeschichte eine Figur erschaffen, die aus dem kollektiven Gedächntnis nicht mehr wegzudenken ist. Entstanden ist der Roman am Genfersee. Und bis heute dient Frankensteins Monster als Warnung vor der Gefahr der Technologie.
Es war eine Wette unter Freunden, die für den ersten Entwurf des Romans «Frankenstein – oder moderne Prometheus» sorgt
Pioniere und «Raubritter»: Geschichte der Schweizer Wasserkraft
Vor 150 Jahren produzierte ein Hotelier in St. Moritz erstmals Strom aus Wasserkraft. Bald trieb diese Energie vieles an, von der Glühbirne bis zur Lokomotive. Das Geld für die grossen Kraftwerke in den Bergen kam aber oft aus dem Unterland und das führte zu Spannungen, die bis heute spürbar sind.
Johannes Badrutt, ein findiger Hotelier aus St. Moritz bestaunte 1878 an der Weltausstellung in Pari
Walter Mittelholzer: Wie sein Blick das Schweizer Afrikabild prägte
Der Pilot, Fotograf und Swissair-Mitgründer Walter Mittelholzer machte das Fliegen in der Schweiz populär. Und er prägte das Schweizer Afrikabild: Seine Reisebücher waren Bestseller, seine Filme füllten Kinosäle.
Der St.Galler Bäckerssohn Walter Mittelholzer erlangte spätestens als erster Swissair-Direktor den Status einer nationalen Ikone. Davor prägte er die Schweizer Luftfotografie: Mittelholz
Viel mehr als nur Tränen: Tessiner Emigrationsgeschichte(n)
Im 19. Jahrhundert, vor allem zwischen 1850 und 1900, zwang der Hunger Tausende von Tessinern auszuwandern. In dieser Zeit führten gerade im Maggiatal grosse Überschwemmungen zu Ernteausfällen und Krankheiten. Die Werbung von Reisebüros lockte viele auch nach Australien. Mit katastrophalen Folgen.
Zeitzeuge Arthur Nicolas, 75, kennt die falschen Heilsversprechen dieser Reisebüros aus der eigenen
Die Welt im Ohr: Über 100 Jahre Radio in der Schweiz
Vor 100 Jahren, im August 1924, wurde Radio Zürich gegründet – inmitten der Pionierzeit des Radios in der Schweiz.
Angefangen hat die Geschichte der Schweizer Radiosender mit einem Flughafenfunker aus Lausanne, der Grammophon-Platten via Funk ins Cockpit spielte. Zu den ersten Melodien, welche die erstaunte Besatzung zu hören bekam, gehörte die Ouverture von Rossinis Willhelm Tell. Das ist nur e
Techno & Rave: So entstand die Technokultur in der Schweiz
Seit Jahrzehnten läuft in Schweizer Clubs Techno und andere Formen elektronischer Musik. Die Geschichte der Technokultur beginnt in den 80er Jahren. Für den kometenhaften Aufstieg der Jugendkultur musste erst einiges in Bewegung kommen, musikalisch und gesellschaftlich.
James Wolfensberger organisiert 1984 den ersten illegalen Rave in Zürich. Die Party ist ein voller Erfolg. Zürich ist damals ei
Katharina von Zimmern – eine Frau prägt die Zürcher Reformation
Als letzte Äbtissin des Fraumünsters fällt Katharina von Zimmern vor 500 Jahren einen mutigen und weitsichtigen Entscheid. Sie übergibt ihre Abtei dem Bürgermeister und dem Rat von Zürich. Und ermöglicht so eine Reformation ohne Bürgerkrieg.
Der 8. Dezember 1524 ist ein Wendepunkt in der spätmittelalterlichen Geschichte Zürichs. Katharina von Zimmern besiegelt die Übergabe der Fraumünsterabtei. U
Lina Bögli: Die Berner Bauerntochter, die um die Welt zog
Eigentlich scheint das Leben für «Ds Bode Lina» vorgespurt: Als jüngste Tochter einer kinderreichen Familie aus dem bernischen Oberaargau erwartet sie ein Dasein als Bauernmagd. Aber es kommt alles anders: Lina Bögli zieht in die weite Welt – und wird die erste Schweizer Reiseschriftstellerin.
Das Leben von Lina Bögli (1858-1941) ist eine Geschichte von Mut, Emanzipation und sozialem Aufstieg. Di
Keller-Jäggi und das Schächtverbot: Tierliebe oder Judenhass? (Wdh.)
Vor 130 Jahren stimmte die Schweiz über die erste eidgenössische Volksinitiative ab. Das Schächtverbot war von viel Antisemitismus begleitet, aber auch dem noch neuen Tierschutzgedanken. Einer der Köpfe hinter der Initiative war der Aargauer Andreas Keller-Jäggi - was trieb ihn an?
Diese Zeitblende aus dem August 2023 gewann im Frühling 2024 den Medienpreis Aargau/Solothurn in der Kategorie Radio
Eine Schweizer Tierärztin zwischen Krieg und Grace Kellys Pudel
Elsa Mühlethaler ist die erste Tierärztin der Schweiz mit einer eigenen Praxis. Sie pflegt die Hunde von Grace Kelly und die Tiere des Zirkus Knie. Als blutjunge Studentin führt Mühlethaler im zweiten Weltkrieg das Berner Tierspital und erobert die Männerdomäne der Veterinärmedizin.
Eine SRF Zeitblende über das Leben einer vergessenen Pionierin, der das eigene Pflichtbewusstsein zum Verhängnis w
Ein Tal im Umbruch - Das Sanatorio del Gottardo und die Leventina
Im 19. Jahrhundert pulsierte im Tessiner Hauptort Faido das Leben. Die Mailänder Elite machte hier Ferien. Es wurden schicke Jugendstilhotels gebaut. Etwas weiter oben im Tal beherbergte das Sanatorio del Gottardo viele Tuberkulosekranke. Heute steht das Sanatorium und die Hotels leer.
Der 81- jährige Zeitzeuge Flavio Tonella hat seine Kindheit im Sanatorium verbracht. Wenn er sich daran erinnert
Nazi-Stein in Chur #3: Eine unliebsame Vergangenheit
Der politische Wille zur Aufklärung war gross. Vor einem Jahr machte SRF publik, dass auf einem Friedhof in Chur ein Denkmal der Nationalsozialisten steht. Doch jetzt sorgt der Umgang mit der Geschichte des Nazi-Steins für eine Kontroverse. Was passiert, wenn die Vergangenheit zum Politikum wird?
Zuerst lehnte das Stadt-Parlament eine historische Aufarbeitung der Geschichte des Denkmals ab, jetzt
Nazi-Stein in Chur #2: Sprengen oder erhalten? (Wdh. 2023)
Ein Nazi-Denkmal steht mitten in seiner Stadt. Die Vermutung des Churer Stadtpräsidenten: «Man wollte es nach dem Zweiten Weltkrieg nicht aufarbeiten». Was jetzt mit dem Stein – sprengen oder stehen lassen? Und wie präsent waren die Nationalsozialisten in den 30er-Jahren? (Wiederholung Februar 2023)
In Teil 2 geht es um den Weckruf eines Churer SP-Nationalrats, um das Zürcher Hallenstadion voll m
Nazi-Stein in Chur #1: Vermoost und vergessen (Wdh. 2023)
Mitten in Chur steht inkognito ein nationalsozialistisches Denkmal. Das Mini-Mausoleum wurde 1938 auf dem Daleu-Friedhof aufgestellt. Wie kommt ein Nazi-Stein nach Chur? Wieso machten die Nationalsozialisten Propaganda mit toten Soldaten des Ersten Weltkriegs? (Wiederholung Januar 2023)
In Teil 1 geht es um angebliche Helden, handfeste politische Ziele, um einen Volksbund Deutsche Kriegsgräberfür
Das Löwendenkmal in Luzern – reaktionär und modern zugleich
Das Löwendenkmal erinnert an das Massaker an Schweizer Gardisten von 1792 in Paris. Auch Carl Pfyffer war einer der Gardisten. Sein Glück: Er war in den Ferien. Traumatisiert von den Ereignissen entschloss er sich, den Getöteten ein Denkmal zu setzen.
Im Sommer 1792 kommt der französische König Louis XVI. unter Druck. Im Zuge der französischen Revolution beantragt die Nationalversammlung seine Ab
Kein Frieden ohne Frauen – Clara Ragaz' feministischer Pazifismus
Sie organisierte die Frauen-Friedenskonferenz 1919 in Zürich nach dem ersten Weltkrieg, weil Frauen an der Friedenskonferenz von Versailles nicht zugelassen waren. Die Teilnehmerinnen forderten die sofortige Abrüstung und ihre eigene politische Gleichberechtigung.
Wer war Clara Ragaz-Nadig? Warum kann aus ihrer Sicht Frieden nur dauerhaft sein, wenn Frauen beteiligt sein? Und, warum ist die femin
Saccharinschmuggel: Ein weisses Pulver sorgt für Aufregung
Anfang des 20. Jahrhunderts gerät ein Basler Polizist ins Visier der Justiz. Ihm wird vorgeworfen, den künstlichen Süssstoff Saccharin über die Grenze nach Deutschland zu schmuggeln. Auf den Spuren eines bittersüssen Kriminalfalls.
Nicht Drogen waren der Fokus von Schweizer Schmugglern um die Jahrhundertwende, sondern der künstliche Süssstoff Saccharin. Er ist zu dieser Zeit in fast ganz Europa v
Mina Hofstetter – eine Schweizer Bio-Pionierin
Mina Hofstetter ist eine Pionierin des Biolandbaus und der viehlosen Landwirtschaft. Sie wird in den 1920er Jahren zur Veganerin und verkauft ihre Kühe. In Kursen vermittelt sie ihre Anbaumethoden, empfängt Gäste aus der ganzen Welt. Die Geschichte einer engagierten Frau, die lange vergessen wurde.
Mina Hofstetter hat mit ihrem Wirken den Biolandbau geprägt. Die Frau, die wegen ihrer schlechten G
Was die Guggenheim-Museen mit einem Aargauer Dorf zu tun haben
Vom armengenössigen Witwer im Aargauer Surbtal bis zu den reichsten Familien der USA: Wer waren die Guggenheims? Die Zeitblende schildert den beispiellosen Aufstieg der Auswandererfamilie, bis zur Gründung der weltberühmten Guggenheim-Museen.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts dürfen Jüdinnen und Juden in der Schweiz nur in zwei Aargauer Gemeinden leben, den damals sogenannten "Judendörfern", Lengna
Warum die Schweiz trotz Pionierarbeit keine Computernation wurde
Die Schweiz spielt in den 50er-Jahren ganz vorne mit bei der Entwicklung des Computers. Der erste Schweizer Computer, die ERMETH der ETH Zürich, wird unter Professor Eduard Stiefel entwickelt, der damit Pionierarbeit leistete. Es ist der erste programmierbare Rechner in Kontinentaleuropa.
Zunächst wird in der Schweiz ein Computer des deutschen Pioniers Konrad Zuse getestet: Die Zuse Z4. Im Krieg
Das schwerste Verbrechen Basels im 20. Jahrhundert: Ein Bankraub
Der Fall der deutschen Bankräuber Kurt Sandweg und Waldemar Velte zeigt exemplarisch, wie schwierig die Lage für junge Menschen nach dem Ersten Weltkrieg war.
Am 5. Januar 1934 – also vor 90 Jahren – betreten zwei Unbekannte die Wever-Bank in Basel mit Pistolen. Und sie schiessen, bevor sie sich in der Kasse bedienen. Zwei Bankangestellte werden so schwer verletzt, sterben noch am gleichen Tag im
Bruno Stefanini: Ein Sammler verliert die Kontrolle
Der Winterthurer Bruno Stefanini baute sich mit Immobilien ein Milliardenimperium auf. Er kaufte sich Kunst, Geschichtsträchtiges und Kuriositäten und hinterliess eine Sammlung von rund 100'000 Objekten. Doch seine Vision eines grossen Museums scheiterte.
Er sammelte fast alles, verkaufte fast nichts. In diesem Jahr wäre der Winterthurer Sammler und Multimillionär Bruno Stefanini 100 Jahre alt ge
Walter Amstutz: Der Skipionier aus Mürren
Anfang der 1920er-Jahre beschloss Walter Amstutz aus Mürren im Berner Oberland, zusammen mit seinem Freund Arnold Lunn eine neue Form des Skifahrens etablieren zu wollen. Bergab sollte es gehen, auf vorgegebener Strecke, und möglichst anspruchsvoll. Die Idee der alpinen Skirennen war geboren.
Wer Anfang der 1920er-Jahre «Skirennen» sagte, meinte damit vor allem Langlauf und Skispringen – diese no
Mentona Moser: Die Sozialrevolutionärin mit der Perlenkette
Geboren 1874 als Tochter des unermesslich reichen Schweizer Uhrenfabrikants Heinrich Moser, will sie die Welt ein bisschen gerechter machen. Im Kommunismus sieht sie die Lösung. Sie engagiert sich in London, Zürich, Moskau und Berlin und stirbt schliesslich verarmt als Ehrenbürgerin der DDR.
In der Zeitblende treffen wir Mentona Mosers Enkel Roger Nicholas Balsiger, der seine Grossmutter bis 197
Nuot Ganzoni in Biafra: Mit Schweizer Waffen auf Schweizer Hilfe
1969 tobt in Biafra ein blutiger Bürgerkrieg. Nigerias Armee will die Region aushungern. Hilfswerke und das Rote Kreuz organisieren Hilfe über eine Luftbrücke - doch die kommt unter Beschuss von Schweizer Flugabwehrkanonen. Der 92-jährige Arzt Nuot Ganzoni berichtet von seinem Hilfseinsatz.
Während das Internationale Komitee vom Roten Kreuz IKRK und kirchliche Hilfswerke Biafra über eine Luftbrü
Der «American Dream» des Schweizers Oscar Tschirky
Alle nannten ihn einfach «Oscar»: Oscar Tschirky, ein einfacher Einwanderer aus der Schweiz, der in New York bis in die höchsten Kreise aufsteigt – als Gastgeber im edlen Hotel Waldorf-Astoria.
Er lässt den Ballsaal in eine Zirkusmanege verwandeln, mit Trapezkünstlern über den Köpfen der tafelnden Gäste oder dekoriert den Saal wie den Campus der Universität Yale: Oscar Tschirky ist der Mann für d
Veronika Gut und der Nidwaldner Widerstand
Im Jahr 1798 ging die alte Eidgenossenschaft nach dem «Franzoseneinfall» unter. Besonders heftiger Widerstand kam dabei aus Nidwalden. Dort wehrte man sich gegen den neuen Zentralstaat. Finanziell und moralisch unterstützt wurden die Nidwaldner dabei von der konservativen Bauersfrau Veronika Gut.
In Nidwalden wollte man den Status quo beibehalten – man hatte ein eigenes Verständnis von Freiheit.
Georg Elser und der Tyrannenmord («Passage»)
Am 8. November 1939 verübte der Schreiner Georg Elser in München ein Bombenattentat auf Adolf Hitler. Der Tyrannenmord scheiterte knapp. Diese Woche erscheint hier eine aktuelle Ausgabe der Sendung «Passage» anstelle der Zeitblende.
Georg Elser war ein Handwerker aus dem württembergischen Dorf Königsbronn. Hitler entging seiner Bombe nur durch Zufall. Bis heute steht Georg Elser im Schatten ander
Die Affäre Conradi von 1923 – Ein Freispruch mit Folgen
Im Frühjahr 1923 erschüttert ein Attentat die Schweizer Öffentlichkeit. Während einer internationalen Konferenz in Lausanne erschiesst der Russlandschweizer Moritz Conradi den sowjetischen Gesandten. Der Mörder gesteht die Tat. Trotzdem wird er von einem Geschworenengericht frei gesprochen.
Offensichtlich ist nicht das Tötungsdelikt im Vordergrund des Prozesses gestanden, sondern die Russische Re
Tabu Verhütung: Die Zürcher Arbeiterärztin Paulette Brupbacher
Die Zürcher Ärztin und Sexualreformerin Paulette Brupbacher trifft in den 1920er-Jahren auf desolate Verhältnisse in den Arbeiterquartieren. Verschlimmert werde die Situation ihrer Patientinnen durch fehlende Verhütung, stellt sie fest. Sie wird zur Kämpferin für Verhütungsmittel und Frauenrechte.
Paulette Brupbacher bemängelt öffentlich das Wissen über Sexualität und Verhütung und hält Vorträge,
Die barocken Schlemmereien einer Zürcher Bürgersfrau um 1699
Mohrenschwarzer Schweinskopf und mit Zucker bestreuter Fisch: Zwei von fast 500 alten Schweizer Rezepten, welche die Bürgersfrau Anna Margaretha Gessner gegen Ende des 17. Jahrhunderts niederschrieb. Ihr Kochbuch verrät viel über das ausschweifende Leben des Bürgertums zu Zeiten des Barocks.
Über 300 Jahre nach dem Tod von Anna Margaretha Gessner – geborene Kitt – haben vier Autorinnen ihr handge
Der Bergführer Matthias Zurbriggen – sein Aufstieg und sein Fall
Der Walliser Matthias Zurbriggen gilt als einer der bekanntesten Auslandsbergführer des 19. Jahrhunderts. Er wurde für Expeditionen ins Himalaya-Gebiet, nach Neuseeland und nach Südamerika engagiert. Er ist bekannt als Erstbesteiger des höchsten Bergs auf dem amerikanischen Kontinent, des Aconcagua.
In ärmlichen Verhältnissen in Saas-Fee und in Norditalien aufgewachsen, faszinieren Zurbriggen die
Archivperle: Fall Stadelmann. Wie zwei Liebende zu Mördern wurden
Am 19. Oktober 1957 stirbt Peter Stadelmann. Mit einem Wagenheber wird er erschlagen, dann in die Reuss geworfen, wo er ertrinkt. Die Täter: Ein Aargauer Gipser und seine norwegische Geliebte. Sie wollen nach Amerika und brauchen Geld. Die Zeitblende mit einer Wiederholung vom 10. Oktober 2020.
Ihre Tat schreckt das ganze Land auf. Und sie verrät viel über die Schweiz der 1950er-Jahre.
Es ist ei
Keller-Jäggi und das Schächtverbot: Tierliebe oder Judenhass?
Vor 130 Jahren stimmte die Schweiz über die erste eidgenössische Volksinitiative ab. Das Schächtverbot war von viel Antisemitismus begleitet, aber auch dem noch neuen Tierschutzgedanken. Einer der Köpfe hinter der Initiative war der Aargauer Andreas Keller-Jäggi - was trieb ihn an?
Im August 1893 nahm das Schweizer Stimmvolk das Schächtverbot – die allererste eidgenössische Volksinitiative – an.
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